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Ein neuer Player im Spiel?

TikTok-Inhaber ByteDance plant eigenen, kostenpflichtigen Streamingdienst

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 23.05.2019

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TikTok-Inhaber ByteDance plant eigenen, kostenpflichtigen Streamingdienst

TikTok Webseite. © Screenshot

Der chinesische Konzern ByteDance steht offenbar kurz davor, ein Audiostreaming-Angebot für Musik zu launchen. Zielgruppe des neuen Angebots sollen insbesondere Wachstumsmärkte wie etwa Indien sein.

Dem Nachrichtendienst Bloomberg zufolge soll ByteDance bereits im Herbst 2019 mit dem neuen, noch namenlosen Streamingdienst starten. ByteDance ist u.a. als neuer Inhaber der LipSync-Plattform musical.ly bekannt. Ende 2017 kaufte das Unternehmen die App auf und führt sie seitdem unter dem Namen TikTok weiter. 

Neues Zielpublikum

Wie Bloomberg schreibt, will ByteDance mit der neuen Plattform vor allem Wachstumsmärkte ansprechen. In zahlreichen, derzeit im Wachstum befindlichen Ländern sei Musikstreaming derzeit noch kaum verbreitet, selbst Streaming-Riesen wie Spotify hätten gerade erst begonnen, in Länder wie z.B. Indien vorzudringen.

ByteDance könnte mit dem geplanten Dienst durchaus ein großes Publikum erreichen – auch deshalb, weil TikTok in Ländern wie Indien äußerst populär ist. Zwar soll die neue App nicht als Teil des TikTok-Brands veröffentlicht werden, jedoch wolle ByteDance sehr wohl versuchen, TikTok-Nutzerinnen und -Nutzer als Streamingkunden zu gewinnen. Erste  Lizenzdeals mit indischen Rechteinhabern sollen bereits geschlossen worden sein. 

Caveat Emptor

Lizenzvereinbarungen mit westlichen Labels – darunter vor allem die Big Three, also Sony, Warner und Universal – hat ByteDance laut Bloomberg bisher noch nicht geschlossen. Sollte das Unternehmen planen, den neuen Service irgendwann auch im Westen zu veröffentlichen, müsste jedoch genau das geschehen, um mit Spotify und Co. konkurrieren zu können. 

Bloomberg merkt an, dass eine solche Lizenzierung wohl nicht erfolgen werde, ohne dass auch die Verwendung von Musikstücken in der TikTok-App geregelt werde. Die bisher nicht erfolgende Lizenzierung bei TikTok ist den Majors derzeit ein regelrechter Dorn im Auge. 

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