Nach geplatztem Merlin-Deal
TikTok verlängert Zusammenarbeit mit Lizenzdienst ICE
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Mit dem Deal sichert sich TikTok weiterhin das Recht auf den Musikkatalog von ICE, ein Lizenz- und Verarbeitungsdienst, der von der GEMA, der britischen PRS for Music und der schwedischen STIM gegründet wurde. Dieser umfasst mehr als 54 Millionen Werke von über 330.000 Rechteinhabern.
Im Umkehrschluss erhält ICE weiterhin Tantiemen für die Songs, die auf TikTok gespielt werden, und zahlt diese an die Songwriter aus. Der Deal wurde kurz vor Beginn des ersten "TikTok For Songwriters"-Event bekannt gegeben, auf dem Führungskräfte, Medienvertreter und Songwriter zusammenkommen werden.
Beide Seiten sollen profitieren
Jon Hall, Head of Licensing bei ICE, begrüßt die erneuerte Zusammenarbeit:
"Diese Vereinbarung stellt sicher, dass die Songwriter, die ICE vertritt, weiterhin Tantiemen von TikTok erhalten, während die Lizenzierungsprozesse vereinfacht und die einzigartigen Herausforderungen des Kurzvideobereichs in Zusammenarbeit angegangen werden."
Ella Kirby, Head of Music Publishing Licensing & Partnerships EMEA TikTok, hebt die Vorzüge von TikTok hervor:
"Wir freuen uns darüber, unsere Partnerschaft mit ICE fortzusetzen, die Songwritern und ihren Werken helfen wird, von der weltweiten TikTok-Community wiederentdeckt, gefördert und genossen zu werden."
Vereinbarung folgt kurz auf geplatzten Merlin-Deal
Während TikTok die Zusammenarbeit mit ICE erneuert, wurde zuletzt bekannt, dass TikTok aus den Verhandlungen mit der Musiklizenzierungsagentur Merlin ausgestiegen ist. Stattdessen will TikTok künftig Deals mit den einzelnen Labels abschließen. Die Verlängerung der Partnerschaft zeigt nun, dass die Plattform nicht flächendeckend auf diese Strategie setzt.
Allerdings muss hinzugefügt werden, dass sich die beiden Fälle nicht in jeder Hinsicht vergleichen lassen, denn ICE besitzt als Vertreter dreier großer europäischer Verwertungsgesellschaften eine andere Position als die Indie-Agentur Merlin. TikToks Vorgehen zeigt jedoch die prekäre Lage von reinen Indie-Organisationen bei Verhandlungen mit großen Internetkonzernen.
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