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"Wichtiger Schritt"

US-Präsident Trump unterzeichnet Verordnung gegen überhöhte Ticketpreise

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 08.04.2025

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US-Präsident Trump unterzeichnet Verordnung gegen überhöhte Ticketpreise

© Hugo L. Casanova

Mit einer neuen Verordnung geht US-Präsident Donald Trump gegen intransparente Ticketpreise und ausbeuterische Zwischenhändler im Live-Entertainment-Markt vor. Damit setzt er die Politik seines Vorgängers Joe Biden direkt fort.

Die Executive Order, die Trump am 31. März 2025 im Beisein des Musikers Kid Rock im Oval Office unterzeichnete, verpflichtet mehrere Bundesbehörden zu verstärkter Kontrolle des Ticketmarktes.

Die Maßnahme zielt auf die Regulierung von Wiederverkaufsplattformen und Zwischenhändlern, die Eintrittskarten mit teils drastischen Preisaufschlägen weiterverkaufen. Laut Angaben des Weißen Hauses zahlen Fans teilweise ein Vielfaches des ursprünglichen Ticketpreises – ohne dass die Künstler und Künstlerinnen davon profitieren. 

Kernpunkte der Maßnahme

Die Verordnung verpflichtet die Federal Trade Commission (FTC), den bereits seit 2016 geltenden Better Online Ticket Sales (BOTS) Act strikter durchzusetzen. Dieses Gesetz verbietet automatisierte Systeme, mit denen große Ticketmengen binnen Sekunden aufgekauft werden, bevor sie dann zu deutlich höheren Preisen auf Zweitplattformen landen.

Zudem soll die FTC Maßnahmen zur Preistransparenz ergreifen – sowohl beim Erstverkauf als auch im Sekundärmarkt – und gegebenenfalls neue Regulierungen vorschlagen. Die Behörde wird außerdem ermächtigt, gegen unfaire, irreführende oder wettbewerbswidrige Praktiken in der Ticketbranche vorzugehen. 

Auch das US-Justizministerium und das Finanzministerium sind in die Umsetzung eingebunden. Sie sollen sicherstellen, dass Wiederverkäufer steuerrechtlich korrekt arbeiten und keine bestehenden Gesetze umgehen.

Innerhalb von 180 Tagen sollen die beteiligten Behörden einen Bericht vorlegen, in dem sie sowohl umgesetzte Maßnahmen dokumentieren als auch mögliche gesetzgeberische Schritte zur weiteren Marktregulierung empfehlen.

Live Nation äußert sich positiv

Musiker Kid Rock, ein prominenter Unterstützer Trumps, sprach von einem "ersten wichtigen Schritt", um faire Preise für Fans und faire Bedingungen für Künstler*innen zu schaffen.

Auch Marktführer Live Nation begrüßte die Maßnahmen. CEO Michael Rapino bedankte sich über X und ergänzte:

"Scalper (Ticket-Zwischenhändler) und Bots verhindern, dass Fans Tickets zu den Preisen erhalten, die die Artists festgelegt haben. Deshalb unterstützen wir alle sinnvollen Reformen im Bereich des Weiterverkaufs – einschließlich einer stärkeren Durchstzung des BOTS-Gesetzes, Preisobergrenzen für den Wiederverkauf und weitere Maßnahmen."

Dieses Lob sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Geschäftspraktiken von Live Nation einen wesentlichen Teil dazu beigetragen haben, dass die US-Politik sich zum Vorgehen gegen überhöhte Ticketpreise genötigt sieht. Insbesondere dynamische Preisgestaltung und extra-teure Platin-Tickets stehen seit langem in der Kritik.

Signal an Künstler und Veranstalter

Mit der Executive Order führt Trumps verbraucherfreundliche Maßnahmen fort, wie sie zuvor bereits unter Präsident Biden angestoßen wurden – etwa beim Vorgehen gegen sogenannte "Junk Fees". Biden hatte Ticketmaster und Live Nation im vergangenen Jahr wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens verklagt – eine Klage, die unter der Trump Regierung weitergeht. 

Überhöhte Ticketpreise scheinen eines der wenigen Themen zu sein, bei denen sich Demokraten und Republikaner einig sind. Für Veranstalter*innen, Musiker*innen und Fans bleibt nun abzuwarten, ob die verstärkte Umsetzung bestehender Gesetze sowie die geplanten Berichte und Empfehlungen tatsächlich zu einer spürbaren Entlastung auf dem Ticketmarkt führen – oder lediglich symbolische Politik bleiben. 

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