Konflikt hält an
Verhandlungen zwischen Musiklabels und Suno AI bleiben bislang ohne Ergebnis
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In Berichten der Financial Times und Music Business Worldwide ist unter anderem die Rede davon, dass aktuell kein weiterführender Weg (engl. Original: "no path forward") innerhalb des Konflikts zwischen den Majors und der KI-Plattform in Sicht sei.
Im Zentrum der Auseinandersetzung des KI-Unternehmens und der Majors steht das Geschäftsmodell von Suno. Besonders umstritten ist die Frage, wie KI-generierte Musik verbreitet wreden darf. Während die Labels darauf drängen, Inhalte innerhalb geschlossener Plattformen zu halten, setzt Suno darauf, dass Nutzer KI-generierte Songs frei erstellen, veröffentlichen und verbreiten können.
Darüber hinaus bleibt die Nutzung urheberrechtlich geschützter Musikdaten zum Training der KI ein zentraler Streitpunkt. Die Labels werfen dem Unternehmen vor, bestehende Werke ohne ausreichende Lizenzierung verwendet zu haben.
Zwar hatte die Warner Music Group bereits im November eine Vereinbarung mit Suno getroffen, dennoch fällt der Fortschritt auch in diesem Punkt begrenzt aus. Beobachter berichten, dass bislang keine größeren Entwicklungen aus der Partnerschaft hervorgegangen sind.
Urheberrechtsfrage
Parallel zu den Gesprächen dauern rechtliche Auseinandersetzungen an. Suno ist weiterhin in Streitigkeiten mit mehreren Rechteinhabern und Verwertungsgesellschaften involviert. Auch in Europa gibt es Widerstand gegen das Unternehmen.
Zusätzlichen Druck erzeugt die Kritik vieler Künstlerinnen und Künstlern sowie deren Interessenvertretungen. In einem offenen Brief haben einige von ihnen Suno vorgeworfen, urheberrechtlich geschützte Werke ohne Zustimmung genutzt zu haben. Zudem wird befürchtet, dass eine zunehmende Menge an KI-generierter Musik die Einnahmen klassischer Musikschaffender schmälert.
Gleichzeitig wächst der Markt für KI-Musik rasant. Streamingdienste verzeichnen täglich zehntausende neue, vollständig automatisiert erstellte Titel. Ein erheblicher Teil davon wird jedoch als problematisch eingestuft und aus der Vergütung ausgeschlossen, dennoch verschärft dieser Umstand den Druck auf die bestehenden Vergütungsmodelle der Branche.
KI generiert nicht nur Musik sondern auch Geld
Ungeachtet der Kontroversen entwickelt sich Suno wirtschaftlich weiter. Das Unternehmen meldet Millionen zahlender Nutzer und steigende Umsätze. Neue Funktionen sollen sowohl Einsteiger als auch professionelle Anwender ansprechen.
Ob und wann eine Einigung zwischen dem KI-Anbieter und den Majors zustande kommt, bleibt offen. Der Ausgang dürfte jedoch maßgeblich darüber entscheiden, wie KI-Musik künftig reguliert wird und wie stark der Druck auf die etablierten Strukturen der Musikindustrie weiter wächst.
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