Viele Änderungen
Warner Music im Umbruch: Umstrukturierung und Führungswechsel
Robert Kyncl, CEO von Warner Music. © Warner Music
Max Lousada, seit acht Jahren CEO der Abteilung für Musikaufnahmen (Warner Record Music) und insgesamt 20 Jahre bei Warner Music beschäftigt, wird zum Ende des Geschäftsjahres am 30. September zurücktreten und bis Januar 2025 Berater bleiben. Das berichtet Music Business Worldwide.
Die neue Unternehmensstruktur sieht aufgrund einer flacheren Struktur künftig weder eine Position des CEO für Recorded Music noch einen Präsidenten für International Recorded Music vor. Die neuen und bisherigen Leiter*innen der verschiedenen Abteilungen werden künftig direkt an Robert Kyncl, den CEO von Warner Music, berichten.
Neue Struktur für Warner Music
Zukünftig wird Warner Music in den USA zwei Labelgruppen haben: die Atlantic Music Group, die aus Atlantic Records, 3000 Elektra Entertainment und 10 K Projects besteht, und Warner Records, das auch Warner Music Nashville, Nonesuch und Reprise umfasst.
Die Umstrukturierung auf diversen Ebenen folgte sechs Monate nach der Ankündigung von Warner Music, bis Ende September weltweit zehn Prozent der Belegschaft zu entlassen (ca. 600 Mitarbeiter*innen).
Warner erklärte, dass die meisten Entlassungen im Zusammenhang mit der Schließung oder dem Verkauf ihrer eigenen Medienplattformen stehen. Dazu zählen HipHopDX und UPROXX, die im April an eine von Jarret Myer, dem Gründer von UPROXX, geführte Gruppe verkauft wurden.
Wechsel in der Führungsebene
Zusätzlich zum Rücktritt von Max Lousada sollte ursprünglich Julie Greenwald, die Leiterin von Atlantic Records, zur Chariwoman der Atlantic Music Group aufsteigen und an der Seite von Elliot Grainge und Craig Kallman an Warner Musics CEO Robert Kyncl berichten.
Nun habe sich Greenwald jedoch dazu entschieden, das Unternehmen nach 20 Jahren zu verlassen. Greenwald wird wie Lousada ihre derzeitige Position bis zum 30. September weiterführen und danach bis zum Jahresende als Beraterin tätig sein.
Stattdessen wird Elliot Grainge, Sohn von Lucian Grainge, CEO von Universal Music, neuer CEO der Atlantic Music Group. 2023 hatte Grainge eine Partnerschaft zwischen seinem Label 10k Projects und Warner Music geschlossen.
Weitere Veränderungen
Warner Records, das kürzlich unter der Leitung von Tom Croson und Aaron Bay-Schuck großen Erfolg hatte, wird weiterhin durch die beiden Co-Chairmen geleitet, wobei diese nun auch für Warner Music Nashville und die Labels Nonesuch und Reprise verantwortlich sind.
Zusätzlich gibt es Veränderungen bezüglich der Leiter der unterschiedlichen Abteilungen. Simon Robson wird unter anderem die Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) leiten, wobei Großbritannien und Irland Teil der europäischen Organisationen werden. Des Weiteren wird eine Abteilung für Operationen im Raum Asien-Pazifik geschaffen, deren Leiter noch bekanntgegeben wird.
Ähnliche Themen
Bessere Zahlen als erwartet
Warner Music überwindet Stagnation und steigert Umsatz im 2. Quartal 2025
veröffentlicht am 13.08.2025
Frischer Wind im Unternehmen
Neuer CEO Christoph Behm krempelt Sony Music GSA um
veröffentlicht am 14.10.2024
Gespräche über KI-Inhalte vereinbart
Erstmals mit WhatsApp: Warner Music Group und Meta schließen neuen Lizenzvertrag
veröffentlicht am 09.10.2024
Ein Label im Wandel
Globale Möglichkeiten und neue Märkte: Warner Umstrukturierung geht weiter
veröffentlicht am 08.10.2024
Kein Stein auf dem anderen
Grundlegender Wandel und massiver Personalabbau bei Warner-Tochter Atlantic Music
veröffentlicht am 23.09.2024