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Gespräche über KI-Inhalte vereinbart

Erstmals mit WhatsApp: Warner Music Group und Meta schließen neuen Lizenzvertrag

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 09.10.2024

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Erstmals mit WhatsApp: Warner Music Group und Meta schließen neuen Lizenzvertrag

© Brett Jordan via Unsplash

Die Warner Music Group (WMG) und die Facebook-Muttergesellschaft Meta haben einen neuen mehrjährigen Lizenzvertrag geschlossen, der zum ersten Mal auch WhatsApp betrifft. Zudem wollen die beiden Firmen hinsichtlich der Debatte über KI-generierte Inhalte auf Meta-Plattformen zusammenarbeiten und im Gespräch bleiben.

Die Vereinbarung beinhaltet zudem Promotion und Marketing-Unterstützung für bei Warner Music und Warner Chappell unter Vertrag stehende Künstler. Teil des Deals sind die Meta-Plattformen Facebook, Instagram, Threads, Messenger und Horizon.

Fortsetzung der Zusammenarbeit

Der Vertrag folgt knapp zwei Jahre, nachdem Meta und der damalige Warner-CEO Steve Cooper einen ähnlichen Lizenzdeal vereinbart haben, der auf älteren Lizenzierungsvereinbarungen aufbaute.

Neu ist die Integration von WhatsApp in das Lizenzierungssystem, sodass Nutzer der App zukünftig auf die Musik von Warner zurückgreifen können.

Debatte über KI-Inhalte

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Vereinbarung ist, dass Meta und WMG ihre Diskussionen über das Potenzial von Künstlicher Intelligenz fortführen wollen. Dabei soll es auch darum gehen, welchen Einfluss die Existenz KI-generierter Inhalte auf Meta-Plattformen auf Künstler hat.

Ein Sprecher von Warner äußerte sich wie folgt zu dem Deal:

"Wir freuen uns, unseren Deal mit Meta erneuert zu haben, die Möglichkeiten für Künstler und Songwriter auf allen ihren Plattformen zu erweitern und unsere Diskussionen über das Potenzial von KI zu fördern".

Debatte um KI-Regeln

In der Vergangenheit hat Warner im Zusammenhang mit KI mehrfach die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen betont. So sprach sich Warner-CEO Robert Kyncl kürzlich vor dem Justizausschuss des US-Senats für gesetzliche Regeln aus, um gegen unautorisierte Deep Fakes vorzugehen.

Derweil entwickelt Meta immer wieder neue KI-Tools. Zuletzt stellte das Unternehmen mit "Meta Movie Gen" eine Anwendung vor, mit der Texte in Bilder oder Videos transformiert werden können. Laut Meta nutzen mehr als 400 Millionen User die KI-Tools des Unternehmens.

Erst im im August schloss Meta einen Lizenzvertrag mit Universal Music ab, der ebenfalls zum ersten Mal WhatsApp umfasste. Darüber hinaus beinhaltet der Deal ebenfalls ein gemeinsames Vorgehen gegen unautorisierte KI-Inhalte.

Ähnliche Hintergründe?

Noch vor zwei Monaten warnte Bryan Castellani, Finanzvorstand von Warner, dass Metas Entscheidung, keine Premium-Musik-Videos mehr zu lizenzieren und auf seinen Plattformen zur Verfügung zu stellen, ab dem 3. Quartal 2024 zu Einnahmeausfällen von etwa 10 Millionen US-Dollar pro Quartal führen werde. 

Bei Universal Music sind diese Ausfälle schon eingetreten. Der Musikbusiness-Gigant verzeichnete wenige Wochen vor Vertragsabschluss einen Rückgang der werbebasierten Streaming-Einnahmen und machte Metas Entscheidung dafür verantwortlich.

Der neue Deal sollte diese Verluste ausgleichen. Gut möglich also, dass WMG mit der neuen Vereinbarung möglichen Einnahmeverlusten vorbeugen will.

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