Positive Trends
Warner Music: Leichter Umsatzrückgang und steigender Gewinn im 3. Quartal 2024
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Robert Kyncl (2024). © Warner Music
Anders als bei anderen Unternehmen endet das Geschäftsjahr von Warner Music am 30. September. Die jetzt bekanntgegebenen Zahlen für das 3. Quartal 2024 betreffen also den Zeitraum bis 30. Juni 2024.
Ein wichtiges Ergebnis des Quartalsergebnisses ist eine deutliche Steigerung der Margen von Warner Music. Der operative Gewinn stieg auf 207 Millionen Dollar – ein Anstieg von 10 Prozent.
Steigender Gewinn, leichter Rückgang beim Umsatz
Zudem stieg der Nettogewinn um fast 14 Prozent auf 141 Millionen US-Dollar im Vergleich zu 124 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Dieser Anstieg ist unter anderem auf die reduzierten Steueraufwendungen zurückzuführen, die sich aus günstigen Entwicklungen bei ausländischen Einkünften und Wechselkursen ergeben haben.
Der Gesamtumsatz fiel um 1 Prozent auf 1,554 Milliarden US-Dollar, bedingt durch das Auslaufen des Vertriebsvertrags mit BMG. Zudem beeinflussten Sondereffekte das Ergebnis des Vorjahresquartals.
Umsatztrends nach Segmenten
Der Umsatz im digitalen Bereich stieg um 4,7 Prozent von 846 auf 882 Millionen US-Dollar, wobei die Abonnement-Einnahmen um 7 Prozent zunahmen. Die Streaming-Einnahmen aus den Tonträgersegment stiegen um 5 Prozent, während die Streaming-Einnahmen aus der Musikverlagssparte um 7,9 Prozent wuchsen.
Im Bereich Recorded Music ging der Umsatz um 2 Prozent auf 1,251 Milliarden US-Dollar zurück, was zum Teil auf den Wegfall der Bertelsmann-Musiksparte BMG als Kunden zurückzuführen ist.
Der Erlös aus physischen Tonträgern sank um 4,8 Prozent auf 120 Millionen Euro, was auf das Timing der Veröffentlichungen und die besonders starken Releases in den USA im Vorjahresquartal zurückzuführen sei.
Zudem sank der Umsatz aus Künstlerdienstleistungen um 27,1 Prozent auf 159 Millionen US-Dollar, hauptsächlich aufgrund von Rückgängen bei Merchandising und Konzertpromotion (hauptsächlich in Frankreich und Japan) sowie der strategischen Schließung eigener Medienressourcen.
Die Einnahmen im Bereich Music Publishing stiegen hingegen um 8 Prozent von 283 auf 305 Millionen Euro, hauptsächlich aufgrund des Wachstums bei digitalen Erlösen sowie den Einnahmen aus Synchronisationen und Aufführungen.
Herausforderungen und Perspektiven
CEO Robert Kyncl betonte das Engagement der Firma für die Förderung neuer Talente und die Neupositionierung ihres Katalogs. CFO Bryan Castellani erklärte, die Ergebnisse des dritten Quartals seien durch eine starke Margenausweitung und einen Anstieg des operativen Cashflows gekennzeichnet, was die robuste Streaming-Leistung und diszipliniertes Kostenmanagement widerspiegele.
Dies zeige, dass das Unternehmen sowohl seine Effizienz als auch seine Marktposition verbessert habe. Für die Zukunft plane Warner Music Group, einen erfolgreichen Jahresabschluss zu erzielen und bleibe optimistisch für den langfristigen Erfolg in einer weiterhin gesunden Branche.
Gleichzeitig hat Warner Music einen Stellenabbau sowie größere Umstrukturierungen bekanntgegeben, die wir in einem eigenen Artikel behandelt haben.
Nach anfänglichem Enthusiasmus der Wall Street aufgrund der veröffentlichten Quartalszahlen sind die Aktien von Warner Music allerdings wieder auf ihr ursprüngliches Niveau gefallen, berichtet Digital Music News.
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