Folgen des Konzernumbaus
BMG verzeichnet Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2025, aber EBITDA erreicht Rekordhöhe
Thomas Coesfeld, CEO von BMG. © Bertelsmann
Obwohl der Jahresumsatz für 2025 um 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist, zeigt BMG sich mit den Zahlen zufrieden.
Das Unternehmen erklärte, der Rückgang sei auf "gezielte Portfolioentscheidungen" zurückzuführen, primär der Verkauf von sog. "Randgeschäften" im Live-Bereich. Insgesamt erzielte BMG eine Rekord-EBITDA-Marge von 32 Prozent und ein Rekord-EBITDA von 284 Millionen Euro.
CEO Thomas Coesfeld fasst zusammen:
"2025 war für BMG ein Jahr des Wandels, das von einer konsequenten Umsetzung unserer Strategie ‚BMG Next‘ geprägt war. Wir haben unseren Fokus auf Musikverlagswesen und Tonträgergeschäfte geschärft, unsere digitalen Kompetenzen gestärkt und diesen Fokus durch unsere Boost-Investitionen sowie modernste Technologien, einschließlich der Integration von KI in unsere Arbeitsabläufe, unterstützt."
In 2025 verzeichnete die Firma außerdem einen Investment-Rekord, der die Summe aus dem Vorjahr um über 100 Millionen Euro übertrifft. BMG sicherte sich so insgesamt 30 Neuzugänge durch Käufe von Songkatalogen, beispielsweise von Seeed oder Jason Aldean.
Neuausrichtung durch BMG-Next
Im Rahmen seiner "BMG Next"-Strategie hat BMG im Laufe des Jahres 2025 direkte Lizenzvereinbarungen mit mehreren führenden Anbietern digitaler Dienste erneuert und ausgeweitet, darunter einen wegweisenden Vertrag mit Spotify im Bereich Musikverlagswesen in den USA sowie eine erweiterte Partnerschaft mit TikTok. Ebenfalls legt das Unternehmen gezielten Fokus auf KI-Technologien:
"Dank unserer konsequenten Strategie, unseres soliden Investitionsprogramms und unseres wegweisenden Einsatzes von Technologie sind wir in der Lage, langfristigen Mehrwert für unsere Künstler, Songwriter und Partner zu schaffen und gleichzeitig das geistige Eigentum in diesem neuen Zeitalter zu schützen."
Mögliche Übernahme?
Die Veröffentlichung der Jahresbilanz erfolgte kurz nachdem Gerüchte aufgekommen waren, dass eine Übernahme von Concord für Bertelsmann im Raum stehen könnte.
Durch die umfangreichen Katalogakquisitionen, die Modernisierung der Hauptsitzes in Berlin und die Bestätigung von CEO Thomas Coesfeld als nächsten Chef von Bertelsmann scheint der Zeitpunkt für eine durch Übernahmen getriebene Expansion günstig zu sein.
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