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Rechteverwaltung 2.0

CISAC macht die Identifikationsnummer für Musikstücke (ISWC) zukunftstauglich

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 06.02.2019

cisac urheberrecht

CISAC macht die Identifikationsnummer für Musikstücke (ISWC) zukunftstauglich

Jean-Michel Jarre bei einer Versammlung der CISAC in Warschau 2018. © Krzysztof Wojciewski

Die International Confederation of Authors and Composers (CISAC), der internationale Dachverband der Verwertungsgesellschaften, kündigt ein Update für den International Standard Musical Work Code (ISWC) an.

Der ISWC ist ein Code, der die eindeutige Identifikation von Musikstücken und eine Zuordnung zu den jeweiligen Schöpferinnen und Schöpfern ermöglicht – ähnlich etwa der ISBN für Bücher. Die ISWC wird von den hiesigen Verwertungsgesellschaften vergeben, in Deutschland also von der GEMA.

Umfassendes Update

Seit der Einführung der ISWC im Jahr 1995 (der erste Code wurde übrigens für "Dancing Queen" von ABBA vergeben) wurde das dahinterliegende System mehrfach geupdated, zuletzt im Jahr 2018.

Laut der CISAC soll das nun angekündigte Update einen völlig neuen Schritt bedeuten. Das neue ISWC-System, dass in Zusammenarbeit mit dem irischen Entwicklerstudio Spanish Point Technologies entwickelt wird, soll effizienter, akkurater und vor allem schneller funktionieren als bisher. 

Neue Notwendigkeiten

Mit dem angekündigten Update, das neu entwickelte Software sowie Cloud-Technologie einsetzen soll, reagiert der Dachverband der Verwertungsgesellschaften auf das stetig wachsende Bedürfnis nach einheitlicher und klarer Zuordnung von Urheberrechten.

Die Popularität von Audio-Streaming sowie die Verfügbarkeit eventuell urheberrechtlich geschützter Inhalte im Internet steigen stetig an. Verwertungsgesellschaften, Streamingdienste und Plattformen, die den Upload von user generated content ermöglichen, müssen im besten Fall zusammenarbeiten, um ein effektives, eindeutiges und im besten Fall plattformunabhängiges Tagging-System zu entwickeln. 

In jüngster Zeit verdeutlichte u.a. der Music Modernization Act, in welchem Maße die Entlohnung von Rechteinhaberinnen und Rechteinhabern an gute Datensätze gebunden ist – wie auch die umstrittene Urheberrechtsreform der EU, die derzeit verhandelt wird.

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