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Klubkomm veröffentlicht Studie

Die Club- und Veranstalterszene ist (nicht nur in Köln) ein erheblicher Wirtschaftsfaktor

News von Florian Endres
veröffentlicht am 28.09.2016

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Die Club- und Veranstalterszene ist (nicht nur in Köln) ein erheblicher Wirtschaftsfaktor

Konzert im Gloria ("Pop op Koelsch"). © Quelle: Gloria Theater Fotoimpressionen (http://gloria-theater.com)

Mit der ersten Studie, die die Kölner Club- und Veranstalterszene im Detail analysiert, gibt der Verband Kölner Clubs und Veranstalter (Klubkomm) nicht nur einen Überblick über die Szene, sondern gleichzeitig auch gezielte Handlungsempfehlungen.

Indem die "Studie zur Kölner Club- und Veranstalterszene" die vielen verschiedenen Locations und Veranstalter der Livemusik-Szene zusammenfasst, werden deren Dimensionen erst so richtig deutlich:

  • Knapp 30.000 Besucher können die ca. 200 befragten Spielstätten zusammen aufnehmen.
  • Die insgesamt rund 8000 kulturrelevanten Veranstaltungen, die entweder von den Besitzern selbst kuratiert oder in Zusammenarbeit mit Veranstaltern ohne eigene Spielstätte durchgeführt werden, locken wiederum rund 4 Millionen Besucher aus Köln und Umgebung an.  
  • Neben den knapp 55 Millionen Euro Umsatz, die die Studie als Gesamtumsatz der Branche ermitteln konnte, führt dieses Besuchervolumen auch zu einer hohen Zahl von Folgegeschäften, die wiederum Umsatz generieren können; so z.B. Umsätze in der Gastronomie, den Verkehrsbetrieben oder der Hotelbranche.

Unter dem Strich ergibt sich deutlich ein nicht zu unterschätzender wirtschaftlicher Faktor auf dieser kommunal betrachteten Ebene.

Kulturrelevant und umsatzstark

Die vorliegende Studie macht also deutlich, dass auch die Livemusik-Branche durchaus einen relevanten Wirtschaftsfaktor darstellt. Gleichermaßen ist auch der kulturelle Beitrag, den die Spielstätten u.a. durch die Möglichkeit der Talentförderung bieten, nicht zu unterschätzen.

Insofern ist es auch verständlich, wenn der Verband Klubkomm in den Handlungsaufforderungen der Studie schreibt, dass die Anerkennung gerade der kulturellen Relevanz in der Politik verbessert werden solle.

Des weiteren wird geraten, die durch befristete Mietverträge und steigende Miet- und Nebenkosten häufig gefährdete Standortsituation durch die Einbindung in eine gesamtstädtische Strategie zu verbessern (dies entspricht auch den jüngsten Forderungen des Spielstättendachverbands LiveKomm).

Ebenso müsse sich der Umgang mit dem Thema "Lärmbelästigung" durch ein objektiv nachvollziehbares Beschwerdemanagement entspannen, was gerade seit der Einführung des Nichtraucherschutzgesetzes ein wachsendes Problem darstellt.

Zu guter Letzt rät Klubkomm dazu, die Club- und Veranstalterszene stärker in das vorhandene Tourismusmarketing zu integrieren, um somit die Zugkraft auch für Publikum außerhalb von Köln zu erhöhen – denn wem nützt eine so starke Clubszene schon, wenn sie so gut wie gar nicht über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt ist?

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Unternehmen

Live Musik Kommission (LiveKomm)

Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V.

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