Streit geht in die nächste Runde
Drake verklagt Universal wegen Verleumdung
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© Universal Music
Im vergangenen November beschuldigte Drake das Major-Label Universal Music und die Streaming-Plattform Spotify, den Erfolg des Kendrick Lamar Songs "Not Like Us" künstlich gepusht zu haben. Drake reichte eine Petition beim Obersten Gerichtshof des Staates New York ein, die ihm mehr Informationen in diesem Fall zugänglich machen sollte.
Von Anfang an haben wir diese Vorgehensweise als wenig aussichtsreich angesehen. Zu dieser Erkenntnis kamen inzwischen auch Drake und seine Anwälte und stoppten die rechtlichen Schritte an dieser Front. Doch damit ist der Streit nicht vorbei: Kurz darauf folgte eine Verleumdungsklage gegen UMG.
In dieser erklärt der Kanadier, dass sowohl der Songtext als auch das Musikvideo zu "Not Like Us" ein "falsches und böswilliges Narrativ" ("false and malicious narrative") über ihn fördern, das seine Sicherheit und die seiner Familie bedrohe und zu massiven Angriffen in den sozialen Medien geführt habe.
Klage gegen das eigene Label
Drake erhebt die Klage nicht gegen Kendrick Lamar selbst, sondern richtet sich direkt gegen UMG, die den Track veröffentlichte, obwohl Drake selbst ebenfalls bei UMG unter Vertrag steht.
Laut Drakes Anwälten habe UMG absichtlich und wissentlich falsche und gefährliche Anschuldigungen verbreitet und durch die Veröffentlichung des Tracks monetarisiert. Der Vorwurf geht so weit, dass das Major-Label dabei Profit über die Sicherheit und das Wohlergehen von Künstlern stelle.
In der Klage wird ebenfalls erwähnt, dass Drakes Vertrag mit UMG bald ausläuft und das Label möglicherweise versuche, ihn und seine Musik abzuwerten, um bei Neuverhandlungen Preisvorteile zu erzielen.
"Unlogische Behauptungen"
UMG reagiert auf die Behauptungen und erklärt, sie seien "nicht nur falsch, [sondern] die Vorstellung, dass wir dem Ruf eines Künstlers schaden wollen, ist unlogisch." Das Unternehmen habe jahrelang in Drake investiert, mit ihm zusammengearbeitet und ihm zu Erfolg verholfen, so Universal weiter.
Im Original heißt es:
"Not only are these claims untrue, but the notion that we would seek to harm the reputation of any artist – let alone Drake – is illogical. We have invested massively in his music and our employees around the world have worked tirelessly for many years to help him achieve historic commercial and personal financial success."
Das Label erklärt, Drake habe während seiner gesamten Karriere selbst sogenannte Rap Battles ausgefochten und Songs veröffentlicht, in denen er seine Gefühle gegenüber anderen Künstler*innen offen ausgedrückt habe. Nun nutze er den Gerichtsweg, um andere Künstler*innen zum Schweigen zu bringen. Im Original:
"Throughout his career, Drake has intentionally and successfully used UMG to distribute his music and poetry to engage in conventionally outrageous back-and-forth ‘rap battles’ to express his feelings about other artists. He now seeks to weaponize the legal process to silence an artist’s creative expression and to seek damages from UMG for distributing that artist’s music."
UMG weist den Vorwurf der Veldumdung unzweideutig zurück und erklärt, nicht nur den Ruf und die Mitarbeiter*innen des Unternehmens zu schützen, sondern auch die Künstler*innen, die "zum Ziel eines leichtfertigen Rechtsstreits werden könnten, weil sie nichts weiter getan haben, als einen Song zu schreiben".
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