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Forum Musikwirtschaft fordert Nachbesserungen der außerordentlichen Wirtschaftshilfe

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 03.11.2020

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Forum Musikwirtschaft fordert Nachbesserungen der außerordentlichen Wirtschaftshilfe

Prof. Jens Michow ist geschäftsführender Präsident des BDKV. © BDKV

Das Forum Musikwirtschaft begrüßt die außerordentlichen Wirtschaftshilfen zur Entschädigung finanzieller Ausfälle aufgrund von Unternehmensschließungen; weißt jedoch darauf hin, dass noch immer zahlreiche Künstler/innen und Urheber/innen durch das Hilfe-Raster fallen.

In seiner Stellungnahme spricht das Forum Musikwirtschaft hinsichtlich der Hilfen zur Entschädigung der durch die Unternehmensschließungen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie entstandenen Ausfälle von einem "beachtlichen Entschädigungsbeschluss".

Es sei erfreulich, dass die Politik die existenzielle Not der durch die Corona-Pandemie besonders betroffenen Wirtschaftszweige erkannt habe. Zumindest die durch den neuerlichen Lockdown entstehenden Einnahmeverluste würden mit einem großzügigen angekündigten Erstattungsbetrag von bis zu 75 Prozent des entsprechenden Umsatzes des Vorjahresmonats entschädigt.

Fehlgeleitet

Nichtsdestotrotz bedürfen die aktuellen Beschlüsse laut dem Forum Musikwirtschaft weiterer Korrekturen: Ohne einen differenzierten Blick auf die heterogene Branche sowie klare Definitionen der Bezugsberechtigten kämen die Hilfen nicht dort an, wo sie benötigt würden.

In der Stellungnahme wird u.a. auf die starke Abhängigkeit der einzelnen Branchenakteure hingewiesen, die es zu berücksichtigen gilt – durch ein Veranstaltungsverbot fehle Künstler/innen die Gage, Urheber/innen und Musikverlage wiederum erhielten keine Ausschüttungen für die Verwertung ihrer Werke.

Außerdem würden keine Merchandise-Produkte mehr im Konzertumfeld verkauft und die Veröffentlichungsstrategien für neue Aufnahmen inkl. der aufgewandten Produktions- und Werbemittel negativ beeinflusst.

Die Forderungen des Forums Musikwirtschaft

  • Die Anerkennung eines fiktiven Unternehmerlohns in Höhe von 2.500 Euro – nur so könnten diese auch in der Zukunft neue Tätigkeitsfelder erschließen.
  • Die Ausweitung der Entschädigungen auf alle auch nur mittelbar von den aktuellen Maßnahmen betroffenen Unternehmen; neben Veranstalter/innen also z.B: auch Künstler/innen, Musikverleger/innen oder Hersteller, Vertriebe und Fachhändler/innen von Musikinstrumenten und -equipment sowie abhängige Dienstleistungs- und Zulieferbetriebe.
  • Die Möglichkeit, statt des Vorjahresumsatzes den durchschnittlichen Jahresumsatz für die Höhe der Entschädigung zugrunde zu legen: Die Berechnung der Hilfen rein auf Basis eines Vergleichsmonats werde den Tätigkeitsstrukturen der Musikwirtschaft gerade im Hinblick auf saisonale Schwankungen nicht gerecht. 

Bei dem Forum Musikwirtschaft handelt es sich um einen Zusammenschluss sechs maßgeblicher Verbände des namensgebenden Wirtschaftsbereich; dem BDKV, BVMI und DMV, der LiveKomm, der SOMM sowie dem VUT. 

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