Formale Anpassung statt Neuausrichtung
Führungswechsel bei Spotify: Daniel Ek tritt von seiner Position als CEO zurück
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Daniel Ek (CEO Spotify). © Spotify
Gustav Söderström, aktuell tätig als Co-Präsident und Chief Product and Technology Officer und Alex Norström, momentaner Co-Präsident und Chief Business Officer, werden damit zukünftig als stellvertretene Geschäftsführer an Daniel Ek berichten und vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre auch dem Verwaltungsrat angehören.
Formalisierung einer etablierten Praxis
Die Personalentscheidung fällt in eine Zeit, in der Spotify und Daniel Ek verstärkt im Fokus öffentlicher Debatten stehen. Nachdem Ek 700 Millionen US-Dollar in Helsing und damit ein Start-up für KI-Militär-Technik investiert hatte, kündigten einige Musiker*innen an, ihre Inhalte von der Plattform abzuziehen – darunter unter anderem Deerhoof, Xiu Xiu, King Gizzard & The Lizard Wizard, Godspeed You! Black Emperor und Massive Attack.
Die Änderungen, die zunächst nach Neuausrichtung klingen mögen und von Spotify selbst als "Leadership Evolution" bezeichnet werden, scheinen laut zugehöriger Pressemitteilung jedoch erst einmal lediglich Formalitäten zu umfassen.
In der Mitteilung erklärt Spotify, dass das Unternehmen mit dem Vorgehen eine bereits 2023 eingeleitete Praxis formalisiere. Bereits damals hätten Söderström und Norström die operative Leitung und strategische Ausrichtung des Unternehmens weitgehend übernommen.
In einer Memo an seine Mitarbeiter*innen erklärte Ek, dass im Prinzip die bisherige Arbeitsweise fortgeführt werde und lediglich die Titel an diese angepasst würden.
Ek bleibt demnach nach wie vor ein prägender Akteur im Unternehmen – gerade hinsichtlich der langfristigen Ausrichtung des Unternehmens. Als Executive Chairmann soll er Kapitalallokationen steuern und die Co-CEOs eng begleiten.
Rückhalt des Aufsichtsrats
Woody Marshall, Lead Independent Director im Spotify-Verwaltungsrat, zeigt sich zuversichtlich bezüglich der neuen Struktur. Diese sei das Ergebnis jahrelanger Vorbereitung. Auch die beiden zukünftigen Co-Chief Executive Officer seien bereits über 15 Jahre Teil des Unternehmens und hätten entscheidend zu dessen Erfolg beigetragen. Dadurch, dass Ek weiterhin eng eingebunden bleibe, könne Spotify zudem weiterhin von seiner Gründerperspektive profitieren.
Obwohl die Neuerungen laut Spotify weniger drastisch auszufallen scheinen, als sie klingen, fiel der Aktienkurs des Unternehmens nach ihrer Bekanntgabe im vorbörslichen Handel um mehr als 3 Prozent.
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