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Neuer Bericht der IFPI

Höchstwerte: Globale Verkaufszahlen der Musikindustrie steigen im vierten Jahr in Folge

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 02.04.2019

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Höchstwerte: Globale Verkaufszahlen der Musikindustrie steigen im vierten Jahr in Folge

Zahlen aus dem Global Music Report 2019 der IFPI. © IFPI

Die "International Federation Of The Phonographic Industry" (IFPI) skizziert in ihrem "Global Music Report 2019" den aktuellen Zustand der weltweiten Musikindustrie – und dieser scheint nicht gerade schlecht.

Insgesamt erwirtschaftete die globale Musikindustrie laut dem neuen Bericht der IFPI (*.pdf) 2018 19,1 Milliarden Dollar – 9,7 Prozent mehr als noch im Vorjahr, und die bisher höchste von der IFPI gemessene Wachstumsrate seit dem Beginn der Marktanalyse im Jahr 1997. Außerdem ist es die höchste festgestellte Gesamtumsatz seit 2007 (18,4 Mrd. Dollar).

Über 50% Einnahmen durch digital

Wachstumsmotor stellte das um 33 Prozent gewachsene Audiostreaming dar. Die IFPI stellte hinsichtlich der internationalen Bedeutung des Audiostreamings weiterhin fest, ...

  • dass mittlerweile 255 Millionen Nutzerinnen und Nutzer für einen Account bei einer Musik-Streamingplattform zahlen,
  • dass kostenpflichtiges Audiostreaming 37 Prozent der "recorded music"-Umsätze ausmacht und
  • dass kostenpflichtiges und kostenloses (werbefinanziertes) Audiostreaming mit 8,9 Milliarden Dollar Umsatz fast die Hälfte (47 Prozent) aller Label-Einkünfte ausmachen.

Das Wachstum des Audiostreamings geht einher mit einem kontinuierlichen Einbruch der Verkaufszahlen physischer Formate (-10 Prozent). Physische Formate machten 2018 nur noch 24,7 Prozent des Gesamtmarktes aus (4,7 Millionen Dollar). Downloads fielen um 21 Prozent auf etwa 7 Prozent Marktanteil (2,3 Prozent).

Nichtdestotrotz trugen Downloads dazu bei, den signifikanten Format-Wandel in der globalen Musikindustrie zu zementieren: Bezahlpflichtige und werbefinanzierte Streamingangebote sowie Musikdownloads machten 2018 59 Prozent der gesamten recorded music-Einnahmen aus. Auf 38 nationalen Märkten sorgen digitale Formate für über 50 Prozent der Einnahmen. 

Der ganze Kuchen

Den Rest des Marktes machten Aufführungsrechte und Synchronisationsrechte aus:

  • Einnahmen durch Aufführungsrechte wuchsen um knapp unter 10 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar (14 Prozent Marktanteil),
  • Synchronisationsrechte kletterten um knapp 5 Prozent auf 2,3 Prozent Marktanteil insgesamt. 

Die Position des weltweit größten Musikmarktes hatten auch 2018 nach wie vor die USA inne, gefolgt von Japan. Das Vereinigte Königreich verdrängt Deutschland vom 3. auf den jetzt 4. Platz, Frankreich bleibt auf Platz 5. 

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