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Unterschiede vor allem im formalen Bildungsniveau

JIM-Studie: Immer mehr Jugendliche musizieren in ihrer Freizeit

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 05.12.2017

kulturpolitik musikerziehung studie

JIM-Studie: Immer mehr Jugendliche musizieren in ihrer Freizeit

© Markus Nass

Die JIM-Studie (JIM steht für Jugend, Internet und Medien) misst seit 1998 den Umgang von 12- bis 19-jährigen mit Medien und Information. Auch nicht-mediale Freizeitaktivitäten wie das Musizieren werden dabei erhoben.

Die JIM-Studie 2017 zeigt, dass das Musizieren unter Jugendlichen immer mehr an Stellenwert gewinnt: 24% der befragten Jugendlichen machen regelmässig Musik. Damit steht Musizieren an vierter Stelle der nicht-medialen Beschäftigungen, auf Platz eins steht unverändert das Treffen mit Freunden und Freundinnen.

Im Langzeitvergleich (2007-2017) zeigt sich, dass Musizieren in den letzten 10 Jahren unter Jugendlichen um etwa 5% an Beliebtheit gewonnen hat. 

Musikunterricht als Problemfaktor

Es werden jedoch auch einige Unterschiede offenbar. So ist das Musizieren unter Mädchen (29%) deutlich beliebter als bei Jungen (18%). Weiterhin wird deutlich, dass Jugendliche an Gymnasien mehr musizieren (28%) als an Haupt- und Realschulen (15%).

Der Geschäftsführer der SOMM – Society Of Music Merchants e.V. Daniel Knöll kritisiert diese Entwicklung: "Es mangelt insbesondere an Haupt- und Realschulen zunehmend an flächendeckend gewährleistetem Musikunterricht. Hier ist die Politik in der Pflicht endlich zu handeln, denn ohne diesen wichtigsten Zugang zum Musizieren, wird sich die Situation im Kulturland Deutschland weiterhin dramatisch verschlechtern."

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