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Kann ein neuer 70 Millionen Dollar-Kredit Soundcloud doch noch retten?

News von Florian Endres
veröffentlicht am 28.03.2017

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Kann ein neuer 70 Millionen Dollar-Kredit Soundcloud doch noch retten?

SoundCloud. © dennizn / 123RF

Die Nachricht, dass sich Soundcloud einen neuen Kredit in Höhe von 70 Millionen Dollar sichern konnte, bedeutet Erleichterung für die Streaming-Plattform: Zuletzt sorgte die schlechte finanzielle Situation des Unternehmens immer wieder für Schlagzeilen.

Nachdem die ursprünglichen Übernahmepläne seitens Twitters aus nicht bekannten Gründen aufgegeben wurden (ebenso wie auch die Pläne Spotifys), investierte die Microblogging-Plattform Mitte 2016 nichtsdestotrotz 70 Millionen Dollar in Soundcloud.

Doch bereits ein halbes Jahr später befand sich der Streaming-Dienst erneut in finanziellen Schwierigkeiten: Anfang 2017 gab Soundcloud bekannt, dass man im Jahr 2015 knapp 52 Millionen Dollar Verlust gemacht hatte.

Große finanzielle Probleme

Soundcloud betonte in seiner Erklärung Anfang des Jahres zwar, dass mit dem Start des Subscription Services Soundcloud Go die Finanzierung sichergestellt wäre; doch mehrten sich schon einige Wochen später die Meldungen, dass der Streaming-Dienst mittlerweile nach Käufern suche. 

Sogar ein Notverkauf weit unter dem geschätzten Marktwert des Unternehmens (stolze 700 Millionen Dollar) wurde zuletzt in Betracht gezogen – Gerüchten zufolge wäre sogar ein Preis von lediglich 250 Millionen Dollar, also kaum mehr als die bisher getätigten Investitionen, möglich gewesen. 

Ein Weg mit Zukunft?

In Anbetracht dieser Entwicklungen wundern die Berichte über den neusten Kredit wohl eher wenig. Die Summe von 70 Millionen Dollar konnte mithilfe der Unternehmen Ares Capital, Kreos Capital und Davidson Technology aufgebracht werden und soll laut Soundcloud dazu verwendet werden, eine finanziell zukunftsfähige Plattform zu schaffen. 

Erste Änderungen wurden bereits im erst 2016 eingeführten Bezahlmodell vorgenommen. So gibt es nun preislich gestaffelte Soundcloud Pro-Subscription Services (monatl. 6€ bzw. 9€), die sich im Umfang der zur Verfügung stehenden Songs unterscheiden.

Ob mit diesem flexibleren Modell die Weichen in Richtung einer finanziell stabileren Zukunft gestellt sind, wird sich zeigen. Jedoch scheint es statistisch gesehen ein richtiger Schritt: Während das BVMI einen kontinuierlichen Anstieg der Streaming-Nutzung feststellt, prognostiziert das Marktforschungsunternehmen MIDiA die Notwendigkeit günstigerer Abos für Streaming-Dienste.

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