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Große Unterschiede

Konzerte, Clubs & Open Airs: diese Veranstaltungen sind in den einzelnen Bundesländern erlaubt (Update!)

Spezial/Schwerpunkt von Julia Zabel
veröffentlicht am 22.06.2020

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Konzerte, Clubs & Open Airs: diese Veranstaltungen sind in den einzelnen Bundesländern erlaubt (Update!)

Trotz Lockerungen: Solche Szenen werden vorerst Zukunftsmusik bleiben. © Josh Sorenson via Pexels

Großveranstaltungen sind und bleiben vorerst verboten, aber bei kleineren Veranstaltungen haben die Bundesländer teilweise sehr unterschiedliche Regelungen getroffen. Näheres erfahrt ihr in der folgenden Übersicht.

Bei der Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder am 17. Juni wurde eine Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen bis mindestens 31. Oktober beschlossen. Ausnahmen gibt es für Veranstaltungen, bei denen die Kontaktverfolgung und das Einhalten eines Hygienekonzepts realisierbar ist.

Gleichzeitig stehen den Bundesländern Spielräume für Lockerungen zur Verfügung. Davon haben zahlreiche Bundesländer bereits Gebrauch gemacht, wie die folgende Übersicht zeigt. 

Hinweis: Dieser Artikel wurde zuletzt am 8. Juli 2020 aktualisiert.

Die Lockerungen in den Bundesländern

Baden-Württemberg: Veranstaltungen mit bis zu 100 Teilnehmern sind seit dem 1. Juni unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln wieder erlaubt. 

Seit dem 9. Juni kann das Sozialministerium nun auch Veranstaltungen mit bis zu 500 Teilnehmern erlauben. Veranstalter müssen ein Hygienekonzept erstellen, das auf Verlangen vorgelegt werden muss. 

Bayern:  Ab 22. Juni 2020 sind bestuhlte Veranstaltungen im Kunst- und Kulturbereich mit bis zu 100 Besuchern in Innenräumen und mit bis zu 200 Besuchern im Freien erlaubt. Theater und Kinos sind seit dem 15. Juni unter strengen Hygiene- und Abstandsauflagen wieder geöffnet.

Berlin: Clubs und Diskotheken bleiben generell geschlossen, ab 30. Juni dürfen Kinos unter Beachtung der Abstandsregeln wieder öffnen. Für alle Kulturevents gelten die maximalen Teilnehmerzahlen: in geschlossenen Räumen seit 2. Juni bis zu 150 Teilnehmer, ab 27. Juni bis zu 300 Teilnehmer.

Diese Obergrenze soll bis 31. Juli gelten, vom 1. bis 31. August dürfen sich 500 Personen in geschlossenen Räumen versammlen, vom 1. bis 30. September 750 Personen und ab 1. Oktober sogar 1.000.

Im Freien dürfen sich seit 16. Juni bis zu 500 und ab 30. Juni bis zu 1.000 Personen versammlen. Ab 1. September wird diese Zahl auf 5.000 Menschen erhöht.

Brandenburg: Seit dem 15. Juni fallen die Kontaktbeschränkungen in Brandenburg vollständig weg. Kinos dürfen öffnen, aber Clubs und Diskotheken bleiben geschlossen. Für Veranstaltungen im Freien wie in geschlossenen Räumen gilt eine Obergrenze von 1000 Besuchern. 

Dafür wird ein Hygienekonzept benötigt und die Abstandsregeln müssen eingehalten werden. In geschlossenen Räumen ist zusätzlich der regelmäßige Luftaustausch sowie die Erfassung von Personendaten notwendig.

Bremen: Unter besonderen Auflagen sind kleine Feiern und Veranstaltungen unter freiem Himmel mit bis zu 50 Personen und in geschlossenen Räumlichkeiten mit bis zu 20 Personen möglich. 

Kinos, Theater, Opern und Konzerthäuser mit festen Sitzplätzen sind wieder geöffnet. Dabei gelten bestimmte Regeln: Es sind maximal 200 Personen zulässig, die einen Mindestabstand von 1,5 m einhalten müssen. Außerdem müssen sich die Besucher in Namenslisten eintragen. Einrichtungen müssen ein Schutz- und Hygienekonzept vorweisen. Clubs und Diskotheken bleiben geschlossen. 

Hamburg: Veranstaltungen im Freien mit festen Sitzplätzen dürfen mit bis zu 1000 Personen stattfinden. In geschlossenen Räumen liegt die Personenobergrenze bei 650. Bei unbestuhlten Veranstaltungen im geschlossenen Raum sind bis zu 100 Teilnehmer gestattet und im Freien 200.

Es liegt eine Einschränkung vor, wenn bei unbestuhlten Veranstaltungen ein Alkoholausschank stattfindet. In diesem Fall wird die Anzahl der Teilnehmer um die Hälfte reduziert. In geschlossenen Räumen gibt es die Regelung, dass sich nicht mehr als eine Person pro 10 Quadratmeter befinden darf. Das Abstandsgebot und die Einhaltung der Hygienevorschriften ist zu befolgen.

Kinos sind seit dem 27. Mai wieder geöffnet. Auto-Kinos und Live-Veranstaltungen unter freiem Himmel sind zulässig, sofern die Teilnehmer in selbst mitgebrachten, geschlossenen PKWs sitzen und die Abstandsregelung eingehalten wird, das Hygienekonzept befolgt und Teilnehmer dokumentiert werden.

Theater, Oper, Konzerthäuser, Musiktheater und Planetarien können wieder öffnen, wenn sie die Regelungen einhalten und verfolgen.

Diskotheken Clubs und andere Veranstaltungsorte bleiben weiterhin geschlossen.

Hessen: Diskotheken sind weiterhin geschlossen. Kinos und Theater sind wieder geöffnet. Veranstaltungen dürfen wieder mit bis zu 250 Personen unter Einhaltung der Hygiene- und Abstands-Bedingungen stattfinden. Erst ab dieser Größe ist eine gesonderte Genehmigung nötig. 

Mecklenburg-Vorpommern: Die Personenbegrenzung für Veranstaltungen im Freien liegt unter bestimmten Voraussetzungen bei 500 Personen. In geschlossenen Räumen dürfen bis zu 200 Personen zusammenkommen. 

Konzerthäuser und Theater dürfen mit kleineren Veranstaltungsformaten wieder öffnen. Dabei müssen Mindestabstände eingehalten werden. Diskotheken und Clubs bleiben weiterhin geschlossen.

Niedersachsen: Veranstaltungen im Freien und geschlossenen Räumen dürfen ab 22. Juni mit einer Personenanzahl von bis zu 250 stattfinden. Alle Besucher müssen einen Sitzplatz haben und Kontaktdaten abgeben. 

Theater, Clubs, Diskotheken und ähnliche Veranstaltungsorte bleiben weiterhin geschlossen. 

Nordrhein-Westfalen: An Veranstaltungen im Kultur- oder Bildungsbereich dürfen nun wieder mehr als 100 Personen teilnehmen. Dies gilt für Veranstaltungen, die drinnen und draußen stattfinden. 

Theater, Opern- und Konzerthäuser sowie Kinos sind unter Auflagen seit dem 30. Mai wieder geöffnet, Clubs und Diskotheken bleiben geschlossen.

Rheinland-Pfalz: Ab dem 24. Juni sind Veranstaltungen im Freien mit einer Besucherzahl von 350 wieder erlaubt, in geschlossenen Räumen beträgt die Obergrenze 250 Personen. Dabei müssen strenge Vorschriften beachtet werden.

Kinos, Theater und Konzerthäuser dürfen wieder öffnen, der Betrieb von Clubs und Diskotheken bleibt vorerst untersagt.

Saarland: Das Land hat schrittweise Lockerungen beschlossen. Ab 13. Juli sind bei Veranstaltungen innerhalb von Räumen 250 Personen erlaubt, im Freien beträgt die Höchstgrenze 500. Ab dem 27. Juli steigt die Personenobergrenze drinnen auf 350 und draußen auf 700. Am 10. August wird die Anzahl auf 450 beziehungsweise 900 angehoben, bis sich schließlich ab 24. August 500 Personen in geschlossenen Räumen und 1000 Personen bei Open-Air-Veranstaltungen versammeln dürfen.

Bei einer Steigung der Infektionszahlen innerhalb dieses Zeitraums, ist eine Einschränkung der bereits gestatteten Teilnehmerzahlen möglich. Das Hygienekonzept bei den Veranstaltungen ist dringend zu beachten.

Clubs und Diskotheken bleiben geschlossen, dagegen können Theater und Konzerthäuser unter Einhaltung der Abstandsregeln ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Sachsen: Konzerthäuser, weitere Veranstaltungsorte sowie Theater und Kinos sind seit dem 28. Mai wieder geöffnet, Clubs sind weiterhin geschlossen. Musikclubs sollen aber ab 30. Juni wieder öffnen dürfen, Tanzveranstaltungen bleiben aber verboten.

Open-Air-Veranstaltungen können in kleinem Rahmen stattfinden. Für Veranstaltungen im Freien und in geschlossenen Räumen muss ein von der zuständigen kommunalen Behörde genehmigtes Hygienekonzept vorgelegt werden können.

Inzwischen plant Sachsen nach Ankündigung von Sozialministerin Petra Köpping (SPD) weitere Lockerungen. Ab 1. September sollen in Sachsen wieder mehr als 1000 Personen bei Großveranstaltungen zugelassen werden. Kleine Theater sollen auch wieder ihre Plätze voll ausschöpfen können. Eine Kontaktnachverfolgung aller Teilnehmer muss möglich sein.

Auch Jahrmärkte, Volks- und Weinfeste sollen wieder stattfinden, sofern ein Hygienekonzept vorliegt. Am 14. Juli wird das Kabinett die neue Coronaschutzverordnung beschließen. Sie tritt am 18. Juli in Kraft und ist bis 30. August gültig.

Sachsen-Anhalt: Kinos, Theater, Konzerthäuser und Veranstaltungsorte sind wieder geöffnet. In geschlossenen Räumen dürfen sich bis zu 100 Personen versammeln, ab 1. Juli 250 Personen.

Außerhalb geschlossener Räume liegt die Personenobergrenze bei 250. Dabei müssen Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. 

Schleswig-Holstein: Seit dem 18. Mai sind "Veranstaltungen mit Sitzcharakter" und mit einer Personenbegrenzung von 250 Personen außerhalb geschlossener Räume und 100 Personen innerhalb geschlossener Räume wieder erlaubt, sofern Abstandsregeln eingehalten und die Daten der Besucher erfasst werden. 

Veranstaltungen mit mehr als 250 Personen sind untersagt. Diskotheken bleiben geschlossen, nicht aber Theater, Konzerthäuser und Clubs, sofern die Einhaltung von Hygieneregeln gewährleistet wird.

Thüringen: Die Kontaktbeschränkungen sind seit dem 13. Juni aufgehoben. Diskotheken, Clubs, Theater und Kinos bleiben aber geschlossen. Festivals und Open-Air-Veranstaltungen sind grundsätzlich verboten, jedoch kann in Einzelfällen die Erlaubnis bei den unteren Gesundheitsbehörden beantragt werden. 

Private Veranstaltungen in geschlossenen Räumen bleiben auf 30 Teilnehmer begrenzt und müssen zwei Tage im Voraus angemeldet werden. Bei Veranstaltungen im Außenbereich liegt die Personenobergrenze bei 75. 

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