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Live Nation: Geschäfte laufen gut, aber Prozesskosten sorgen für Quartalsverlust

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 06.05.2026

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Live Nation: Geschäfte laufen gut, aber Prozesskosten sorgen für Quartalsverlust

Michael Rapino, Präsident und CEO von Live Nation (2022). © Live Nation

Live Nation Entertainment hat im ersten Quartal 2026 den Umsatz um 12 Prozent auf 3,8 Milliarden US-Dollar gesteigert. Wachstumstreiber waren erneut die Bereiche Concerts, Ticketing sowie Sponsoring & Advertising. Besonders stark entwickelte sich laut CEO Michael Rapino das Geschäft in Lateinamerika.

Trotz des operativen Wachstums rutschte der Entertainment-Gigant jedoch tief in die roten Zahlen: Grund dafür ist eine Rückstellung in Höhe von 450 Millionen Dollar im Zusammenhang mit dem Vergleich mit dem US-Justizministerium sowie dem Kartellverfahren von 33 US-Einzelstaaten, das mit einem Jury-Urteil endete, das Live Nation als illegales Monopol einstufte.

Der operative Verlust lag dadurch bei 371 US-Millionen Dollar – nach einem Gewinn von 114,8 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Bereinigt um die Rechtskosten stieg das sogenannte Adjusted Operating Income (AOI) dennoch um 9 Prozent auf 371 Millionen Dollar.

Weiterhin hohe Nachfrage

Auch Ticketmaster legte weiter zu: Die Ticketing-Umsätze stiegen um 10 Prozent auf 765 Millionen Dollar. Das AOI blieb mit 256 Millionen Dollar nahezu stabil. Insgesamt wurden bis Ende April bereits mehr als 107 Millionen Tickets für Live-Nation-Konzerte 2026 verkauft – ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das gesamte Ticketvolumen lag bei 138 Millionen Tickets (+9 Prozent).

Besonders dynamisch entwickelte sich zudem das Sponsoring- und Werbegeschäft: Die Umsätze stiegen hier um 20 Prozent auf 259 Millionen Dollar, das AOI kletterte um 21 Prozent auf 165 Millionen Dollar.

Rapino sieht weiterhin starke Nachfrage nach Live-Entertainment: "In einer zunehmend digitalen und KI-getriebenen Welt wächst das Bedürfnis nach echten gemeinsamen Erlebnissen."

Positive Entwicklung erwartet

Für das Gesamtjahr erwartet Live Nation dennoch weiteres Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Bereich beim Ticketing – und verweist auf bereits über 85 Prozent ausgebuchte Arena-Shows für 2026. 

Auch der Blick nach vorne fällt positiv aus: Die eventbezogenen Vorauszahlungen ("deferred revenue") erreichten mit 6,6 Milliarden Dollar einen Rekordwert (+22 %). Im Ticketing stiegen die vorausbezahlten Umsätze um 29 Prozent auf 368 Millionen Dollar.

Die Aktie gewann nach Bekanntgabe der Ergebnisse um mehr als 5 Prozent.

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