Langer Rechtsstreit
Major Labels vs. Udio: Urteil könnte erst Mitte 2025 ergehen
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Im Juni 2024 reichten die Major Labels Universal, Sony und Warner eine Klage gegen die KI-Plattform Udio ein. Sie beschuldigten das Unternehmen, ihre KI-Software unerlaubt mit urheberrechtlich geschützter Musik trainiert zu haben.
Udio bestritt in einer Erwiderungen die Vorwürfe und berief sich auf das Rechtsinstitut des Fair Use.
Aktualisierter Zeitplan
Inzwischen ist bekannt, welche Zeitpläne die beteiligten Parteien im Streit zwischen den Major Labls und Udio verfolgen. Erwartungsgemäß gibt es signifikante Unterschiede zwischen den Fristen, die die Major Labels und Udio jeweils anstreben.
Während Udio als Stichtag für die Einreichung relevanter Dokumente den 10. April 2025 vorgeschlagen hat, nennen die Major Labels den 1. November 2024 als Ziel.
Fokus auf Fair Use
Die Frist der Kläger würde sich ausschließlich auf Udios Argumente zur fairen Nutzung (Fair Use) beschränken, die im Zentrum des Rechtsstreits stehen:
"Im Interesse der gerichtlichen Effizienz, der Kostensenkung und der Beschleunigung des Verfahrens konzentriert sich die Beweisführung der Kläger zunächst auf die zentrale Frage [das Argument der fairen Nutzung] der Haftung."
Dadurch entsteht eine große Kluft zwischen den Zeitplänen. Universal Music und die anderen klagenden Parteien möchten die Beweisaufnahme durch Sachverständige, insbesondere zur Fair-Use-Frage, bis zum Valentinstag im kommenden Februar abschließen. Udio hingegen plädiert für einen Abschluss am 26. September 2025.
Wann wird das enden?
Die Major Labels fordern die Frist für die Anträge auf ein Urteil (motions for summary judgement) am 14. März 2025 enden zu lassen, während Udio für den 21. Oktober 2025 plädiert.
Selbst im besten Fall würde ein Urteil vermutlich nicht vor Mitte 2025 ergehen gegen das die beteiligten Parteien natürlich Berufung einlegen würden. Der jahrelange Rechtsstreit könnte derweil von Entwicklungen im Feld der Künstlichen Intelligenz überholt werden.
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