Erfolgreicher Einsatz
Olivia Dean erzielt Erfolg: Fans erhalten Rückerstattung von Ticketmaster und AXS für überteuerte Tickets
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Olivia Dean (2025). © Gwen Trannoy
Wenige Minuten nach dem Verkaufsstart für Deans Nordamerika-Termine waren die Tickets der "Man I need"-Künstlerin bereits ausverkauft.
Kurze Zeit später jedoch tauchten bereits erste ihrer Karten auf dem Ticketzweitmarkt auf. Dort wurden sie teilweise für über 1.000 US-Dollar und damit für mehr als das 14-fache des Ursprungspreises gelistet.
Dean äußert öffentliche Kritik
Nachdem Olivia Dean von diesem Umstand erfahren hatte, meldete sie sich auf Social Media zu Wort und äußerte scharfe Kritik an Ticketmaster und AXS – wie sich jetzt herausstellt mit Erfolg.
Inzwischen haben die beiden Unternehmen bestätigt, dass sie die Differenz zwischen Originalpreis und überteuertem Wiederverkaufswert erstatten und den Wiederverkauf von Konzertkarten für die laufende Tour künftig strikt auf den Originalpreis begrenzen werden.
Reaktionen von Ticketmaster und AXS
Ticketmaster reagierte mit der sofortigen Aktivierung des sogenannten Face Value Exchange (FVE), das Wiederverkäufe ausschließlich zum ursprünglich bezahlten Preis und ohne zusätzliche Gebühren erlaubt. Laut dem Unternehmen existiert das System seit 2019, war jedoch bei Deans Tourstart offenbar nicht aktiviert.
Nun sollen Ticketkäufer die Differenz zwischen Original- und Wiederverkaufspreis zurück erhalten, den diese beim Kauf der Karten auf dem Zweitmarktportal von Ticketmaster gezahlt haben. Die Rückerstattungen sollen spätestens bis zum 10. Dezember abgeschlossen sein.
Auch AXS schloss sich an und teilte Deans Team mit, dass betroffene Käufer*innen die Preisdifferenz zurückerhalten.
Abschließende Worte an Fans
In einer E-Mail an ihre Fans bestätigte die Sängerin, dass beide Plattformen zugestimmt haben, zu hohe Wiederverkaufspreise rückwirkend auszugleichen. In diesem Zusammenhang hob sie erneut ihr Ziel hervor, ihre Shows erschwinglich zu halten:
"Wir nehmen alles, was wir tun, sehr ernst, aber "Live" ist ein heiliger Raum, den wir über 10 Jahre hinweg geschaffen haben. Wir machen bei fast jeder Show Verluste, sind aber fest davon überzeugt, dass es eine lohnende Investition ist, um einen Moment zu schaffen, in dem Menschen sich verbinden und für eine Stunde lang sich selbst vergessen können. Wir geben immer unser Bestes, um diese Räume sicher und für alle zugänglich zu machen."
Dazu gehört laut Dean auch faire Preise auf dem Wiederverkaufsmarkt:
"Jeder Artist und sein Team sollte die Möglichkeit erhalten, den Weiterverkauf vor dem offiziellen Vorverkaufstart auf den Originalpreis zu beschränken, um den Live-Musikraum für alle zugänglich zu halten."
Mit ihrem Einsatz reiht sich Olivia Dean in eine Reihe anderer prominenter Künstler und Künstlerinnen ein, die sich ebenfalls kritisch zu den Praktiken großer Ticketplattformen geäußert haben, darunter etwa Robert Smith oder Neil Young.
Während es sich bei überhöhten Ticketpreisen um ein strukturelles Problem handelt, zeigen die Rückerstattungen durch Ticketmaster und AXS jedoch auch, dass Druck von Künstler und Künstlerinnen durchaus Wirkung entfalten kann.
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