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Is this what we want?

Paul McCartney veröffentlicht stillen Track aus Protest gegen KI

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 17.11.2025

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Paul McCartney veröffentlicht stillen Track aus Protest gegen KI

Paul McCartney (2024). © Sonny McCartney

Paul McCartney veröffentlicht seine erste Aufnahme seit fünf Jahren. Musik ist auf dem Track jedoch keine zu finden, stattdessen die Vertonung eines stillen Studios. Mit der Aktion beteiligt sich der ehemalige Beatle an einem branchenweiten Protest gegen die Nutzung kreativer Werke durch KI-Unternehmen.

Die Aufnahme, die lediglich leises Rauschen und vereinzelte Geräusche aus dem Tonstudio enthält, trägt den Titel "(bonus track)" und erscheint auf der B-Seite des Albums "Is This What We Want?", das ausschließlich stille oder nahezu stille Beiträge verschiedener Musiker*innen enthält.

Was steckt hinter der Aktion?

Initiator des Projektes ist der Komponist Ed Newton-Rex. Neben Paul McCartney wird er außerdem von Künstler*innen wie Kate Bush, Sam Fender, den Pet Shop Boys und Hans Zimmer unterstützt. 

Ihre gemeinsame Botschaft: Wenn KI-Firmen weiterhin das geistige Eigentum von Künstler*innen ohne deren Erlaubnis zum Training ihrer KI-Modelle verwenden, drohe ein Kollaps des kreativen Ökosystems, in der Originalmusik langfristig verstumme.

Auslöser für das Projekt stellt die derzeitige politische Debatte um eine mögliche Ausnahme im britischen Urheberrecht für sogenanntes Text and Data Mining, durch die Urheber*innen aktiv widersprechen müssen, um ihre Werke vor KI-Training zu schützen.

Während ein neues Gesetz wohl frühestens 2026 eingebracht werden wird, ist die Regierung jedoch bereits jetzt dabei Verträge mit großen KI-Firmen abzuschließen.

Paul McCartney warnt vor KI-Übernahme

Paul McCartney äußert bereits seit Längerem seine Sorge über Entwicklungen wie die politischen Pläne, die Unternehmen wie OpenAI, Google, Anthropic oder Elon Musks xAI weitreichenden Zugang zu Texten, Bildern und Musik einräumen könnten.

Der Guardian zitiert ihn wie folgt: 

"Wir müssen vorsichtig sein, weil es [KI] einfach übernehmen könnte und wir wollen nicht, dass das passiert, insbesondere für junge Komponist*innen und Songwriter*innen, für die dadurch vielleicht die einzige Möglichkeit eine Karriere zu machen auf dem Spiel steht. Wenn KI diese auslöscht, wäre das wirklich eine sehr traurige Sache."

Mit seinem Beitrag reiht sich McCartney in eine wachsende Debatte darüber ein, wie ein faires Gleichgewicht zwischen technologischer Innovation und dem Schutz kreativer Arbeit aussehen kann. Die Frage, wie Urheberrechte im Zeitalter von KI neu definiert werden müssen, bleibt damit aktueller denn je.

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