Trendwende oder kurzfristige Eintrübung?
RIAA-Jahresendbericht 2024: Wachstum des US-Musikmarkts verlangsamt sich
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© Akinyemi Gbadamosi
Der Recording Industry Association of America (RIAA) zufolge erreichte der Umsatz des US-amerikanischen Musikmarktes im Jahr 2024 rund 17,7 Mrd. US-Dollar. Das Umsatzplus lag bei 3,3 Prozent, im Vorjahr erreichte das Wachstum noch 7,7 Prozent.
Ist das Streaming-Potential ausgeschöpft?
14,88 Mrd. US-Dollar, und damit ca. 84 Prozent des Umsatzes, stammen aus Streaming-Einnahmen. Der Anstieg liegt bei 3,6 Prozent gegenüber 2023, ein Jahr vorher betrug das Umsatzplus noch 8,1 Prozent.
Die Zahl der Premium-Abonnements überschritt erstmals die Marke von 100 Mio. Das Umsatzplus lag allerdings "nur" bei 5,3 Prozent – eine Halbierung gegenüber dem Anstieg ein Jahr zuvor. Einnahmen aus werbefinanziertem Streaming gingen sogar um 1,8 Prozent auf 1,83 Mrd. US-Dollar zurück, wohingegen sie im Vorjahr noch ein Wachstum verzeichneten.
Ob das sich verlangsamende Wachstum auf eine zunehmende Sättigung des Streaming-Marktes oder auf allgemeine wirtschaftliche Faktoren zurückzuführen lässt, ist unklar. Auf ersteres könnte der rückläufige Umsatz aus dem werbefinanzierten Streaming hindeuten. Nach dieser Lesart wechseln mehr User aus dem kostenlosen, aber von Werbung durchsetzten Angebot in die Premium-Modelle.
Tonträgerverkäufe wachsen stärker als Streaming
Der Umsatz des physischen Sektors lag 2024 bei 2,01 Mrd. US-Dollar – ein Anstieg um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dennoch dominiert der digitale Sektor mit einem Umsatz von 15,25 Mrd. US-Dollar klar.
Bei CD-Verkäufen betrug der Anstieg bei 0,7 Prozent, bei Vinyl-Verkäufen bei 6,9 Prozent, und das obwohl die Stückzahlen eher stagnierten (Wachstum von 1,5 bzw. 1 Prozent). Insofern dürften vornehmlich Preiserhöhungen zum Umsatzplus beigetragen haben.
Auch hier ist das Umsatzplus geringer als 2023, als die Umsätze von CD und Vinyl noch bei 11,2 bzw. 10,3 Prozent betrugen.
Die Einnahmen durch Downloads sanken 2024 um 14,9 Prozent auf rund 370 Mio. US-Dollar. Damit machen sie nicht mal mehr zweieinhalb Prozent des gesamten Umsatzes aus.
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