×

Trendwende oder kurzfristige Eintrübung?

RIAA-Jahresendbericht 2024: Wachstum des US-Musikmarkts verlangsamt sich

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 20.03.2025

riaa streaming musikmarkt vinyl

RIAA-Jahresendbericht 2024: Wachstum des US-Musikmarkts verlangsamt sich

© Akinyemi Gbadamosi

Der US-Musikmarkt ist 2024 "nur" um knapp drei Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen und damit in einem deutlich geringeren Tempo als in Vorjahren. Beim Premium-Streaming wurde erstmals die Marke von 100 Mio. Abonnenten überschritten.

Der Recording Industry Association of America (RIAA) zufolge erreichte der Umsatz des US-amerikanischen Musikmarktes im Jahr 2024 rund 17,7 Mrd. US-Dollar. Das Umsatzplus lag bei 3,3 Prozent, im Vorjahr erreichte das Wachstum noch 7,7 Prozent.

Ist das Streaming-Potential ausgeschöpft?

14,88 Mrd. US-Dollar, und damit ca. 84 Prozent des Umsatzes, stammen aus Streaming-Einnahmen. Der Anstieg liegt bei 3,6 Prozent gegenüber 2023, ein Jahr vorher betrug das Umsatzplus noch 8,1 Prozent.

Die Zahl der Premium-Abonnements überschritt erstmals die Marke von 100 Mio. Das Umsatzplus lag allerdings "nur" bei 5,3 Prozent – eine Halbierung gegenüber dem Anstieg ein Jahr zuvor. Einnahmen aus werbefinanziertem Streaming gingen sogar um 1,8 Prozent auf 1,83 Mrd. US-Dollar zurück, wohingegen sie im Vorjahr noch ein Wachstum verzeichneten.

Ob das sich verlangsamende Wachstum auf eine zunehmende Sättigung des Streaming-Marktes oder auf allgemeine wirtschaftliche Faktoren zurückzuführen lässt, ist unklar. Auf ersteres könnte der rückläufige Umsatz aus dem werbefinanzierten Streaming hindeuten. Nach dieser Lesart wechseln mehr User aus dem kostenlosen, aber von Werbung durchsetzten Angebot in die Premium-Modelle.

Tonträgerverkäufe wachsen stärker als Streaming

Der Umsatz des physischen Sektors lag 2024 bei 2,01 Mrd. US-Dollar – ein Anstieg um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dennoch dominiert der digitale Sektor mit einem Umsatz von 15,25 Mrd. US-Dollar klar.

Bei CD-Verkäufen betrug der Anstieg bei 0,7 Prozent, bei Vinyl-Verkäufen bei 6,9 Prozent, und das obwohl die Stückzahlen eher stagnierten (Wachstum von 1,5 bzw. 1 Prozent). Insofern dürften vornehmlich Preiserhöhungen zum Umsatzplus beigetragen haben.

Auch hier ist das Umsatzplus geringer als 2023, als die Umsätze von CD und Vinyl noch bei 11,2 bzw. 10,3 Prozent betrugen.

Die Einnahmen durch Downloads sanken 2024 um 14,9 Prozent auf rund 370 Mio. US-Dollar. Damit machen sie nicht mal mehr zweieinhalb Prozent des gesamten Umsatzes aus. 

Ähnliche Themen

"Music in the EU"-Report 2025: EU-Musikmarkt wächst stark, aber regional sehr unterschiedlich

Kreativität und kulturelle Vielfalt in Europa

"Music in the EU"-Report 2025: EU-Musikmarkt wächst stark, aber regional sehr unterschiedlich

veröffentlicht am 25.09.2025

Was ist Streaming 2.0 und was bedeutet es für Musikschaffende?

Chance oder Bedrohung?

Was ist Streaming 2.0 und was bedeutet es für Musikschaffende?

veröffentlicht am 30.07.2025   14

IFPI Global Music Report 2025: Musikindustrie erwirtschaftet weltweit fast 30 Mrd. US-Dollar

Anstieg im zehnten Jahr in Folge

IFPI Global Music Report 2025: Musikindustrie erwirtschaftet weltweit fast 30 Mrd. US-Dollar

veröffentlicht am 26.03.2025

BVMI-Jahresbilanz: Anzahl der Musikstreams wächst 2024 weiter

"Immer weiter nach oben"

BVMI-Jahresbilanz: Anzahl der Musikstreams wächst 2024 weiter

veröffentlicht am 17.01.2025

Newsletter

Abonniere den Backstage PRO-Newsletter und bleibe zu diesem und anderen Themen auf dem Laufenden!