Umsatz auf Rekordhöhe
RIAA Mid-Year Bericht 2024: Beliebtheit von Latin Music in den USA wächst weiter
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Neu ist diese Entwicklung nicht. Bereits Anfang 2024 zeigte sich im Jahresendbericht des US-Musikmarkt-Forschungsunternehmen Luminate, dass Latin Music auf dem Vormarsch ist.
Grund dafür seien unter anderem Erfolgskünstler wie Bad Bunny oder Elsabon sowie die Motivation, auf diesem Weg "neue Kulturen und Perspektiven kennenzulernen".
Fortsetzender Trend
Laut dem Halbjahresbericht der RIAA verzeichnete die amerikanische Latin-Music-Industrie im ersten Halbjahr 2024 Einnahmen in Höhe von 685,5 Millionen USD, was einem Anstieg von 7,3 Prozent im Vergleich zum Halbjahr 2023 entspricht. Gleichzeitig stellen die Einnahmen damit einen Halbjahresrekord auf.
Es ist bereits der dritte Halbjahresbericht in Folge, der zeigt, dass die Einnahmen aus Latin-Musik schneller wachsen als der allgemeine Musikmarkt. Betrachtet man die Einnahmen des gesamten US-Marktes, nehmen die Einnahmen aus lateinamerikanischer Musik einen Anteil von 7,9 Prozent ein, was dem Vorjahresdurchschnitt entspricht.
Streaming bedeutendste Einnahmequelle
Einen großen Teil der Einnahmen erwirtschaften weiterhin Streaming-Abonnements. Während bezahlte Abonnements mit einem Anteil von fast 70 Prozent zu den Gesamteinnahmen beitragen, sind werbefinanzierte On-Demand-Streamingdienste wie YouTube für ein weiteres Viertel der Einnahmen verantwortlich. Die restlichen Einnahmen stammen aus digitalen Radiodiensten.
Michele Ballantyne, CEO der RIAA, sieht den Grund für die Streamingerfolge in den Merkmalen, die lateinamerikanische Musik auszeichnen:
"Es gibt einen Grund, warum Latin das am schnellsten wachsende Genre auf US-Streaming-Diensten ist. Die Fans können einfach nicht genug von der unbestreitbaren Energie, Emotion, Kraft und Freude bekommen."
Physische Tonträger zunehmend beliebter
Besonders bemerkenswert ist allerdings der starke Anstieg der Einnahmen aus physischen Tonträgern. So verdoppelten sich im Latin-Music-Bereich die Verkäufe von CDs und Vinyl. Gleichzeitig erhöhten sich, bezogen auf die Gesamteinnahmen mit lateinamerikanischer Musik, die Einnahmen aus beiden Tonträgern um jeweils 21 Prozent.
Allerdings trägt Vinyl mit einem Umsatzanteil von nur einem Prozent zu einem deutlich kleineren Teil zum Gesamtumsatz aus lateinamerikanischer Musik bei als auf dem gesamten Musikmarkt der USA, wo es 9 Prozent des Umsatzes erreicht.
Matt Bass, Vizepräsident der RIAA, fasst die Ergebnisse folgendermaßen zusammen:
"Das starke Wachstum in allen wichtigen Formaten – einschließlich einer Verdoppelung der physischen Einnahmen – hat dazu beigetragen, dass die vielfältige Mischung aus neuen und etablierten Künstlern mit ihren innovativen Stilen für eine über ein Jahrzehnt lang anhaltende Dynamik sorgt."
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