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Vinyl-Boom setzt sich fort

RIAA Halbjahresbericht 2024: US-Musikmarkt erzielt Rekordumsatz von 8,7 Milliarden US-Dollar 

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 03.09.2024

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RIAA Halbjahresbericht 2024: US-Musikmarkt erzielt Rekordumsatz von 8,7 Milliarden US-Dollar 

© Mick Haupt via pexels.com

Im ersten Halbjahr 2024 stiegen die Umsätze aus Musikaufnahmen (Recorded Music) in den USA um 4 Prozent auf 8,7 Milliarden US-Dollar. Die Anzahl der Streaming-Abonnements wuchs um 2,7 Prozent auf 99 Millionen – allerdings könnte die Grenze des Wachstums in diesem Bereich bald erreicht sein. Ein Ende des Vinyl-Booms ist hingegen nicht in Sicht.

Der Halbjahresbericht der Recording Industry Association of America (RIAA) dokumentiert ein erneutes Rekord-Halbjahr – allerdings bei abnehmender Wachstumsdynamik. 2023 verzeichnete der US-Musikmarkt im 1. Halbjahr noch ein Wachstum von 9,3 Prozent, deutlich mehr als die 4 Prozent im 1. Halbjahr 2024.

Grund für die abnehmende Dynamik ist das verlangsamte Wachstum der Einnahmen aus Streaming-Diensten. Diese legten im 1. Halbjahr 2024 um 3,8 Prozent auf den Rekordwert von 7,3 Milliarden US-Dollar zu. Im ersten Halbjahr 2023 betrug das Wachstum aber noch 10,3 Prozent.

Gebremstes Wachstum bei Abos

Streaming dominiert nach wie vor den Musikmarkt als Ganzes: 84 Prozent der Einnahmen stammen aus Streaming-Angeboten. Physische Tonträger machen 11 Prozent des Gesamtumsatzes aus, die Einnahmen aus dem Verkauf von Downloads und die Einnahmen durch Sychronisation (Filme, Werbung, TV, Online-Videos etc.) jeweils 2 Prozent.

Im 1. Halbjahr 2024 wuchsen die Umsätze aus bezahlten Streaming-Abos auf 5,7 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 4 Prozent. Einnahmen aus bezahlten Abos machten 78 Prozent der Streaming Einnahmen aus. Die Zahl der Abonnements stieg um 3 Prozent auf 99 Millionen, verglichen mit 96,5 Millionen im Jahr davor. 

Sättigungspunkt bald erreicht?

Music Business Worldwide vermutet, dass die maximal mögliche Anzahl von zahlenden Musikabonnenten in den USA bald erreicht sein wird. Laut den Daten der letzten Volkszählung gab es 2023 131,43 Millionen Haushalte in den USA, von denen 99 Millionen bereits zahlende Abonnenten sind. 

Es gibt in der Tat gute Gründe zu vermuten, dass das Wachstum von Streaming-Abos nicht nur aufgrund von Preiserhöhungen oder der allgemeinen wirtschaftlichen Lage abnimmt, sondern auch deshalb, weil es gar nicht mehr so viele Haushalte gibt, die bereit und/oder in der Lage sind, ein Streaming-Abo abzuschließen.

Leichter Anstieg bei werbefinanzierten Diensten

Auch in anderen Bereichen des Streaming-Markts ist das Wachstum eher verhalten bzw. sogar rückläufig. Werbefinanzierte Dienste verzeichneten lediglich einen Anstieg um 2 Prozent auf 899 Millionen US-Dollar und trugen nur 10 Prozent zu den Umsätzen aus Musikaufnahmen bei. 

Abonnements mit eingeschränkten Leistungen wie Amazon Prime, Pandora Plus und Musiklizenzen für Fitness-Streaming-Dienste fielen um 4 Prozent auf 503 Millionen US-Dollar. 

Vinyl-Boom dauert an

Die Gesamteinnahmen aus physischen Tonträgern wie CD und Vinyl stiegen hingegen um 13 Prozent auf 994 Millionen US-Dollar. Vinylverkäufe wuchsen dabei sogar um 17 Prozent auf 740 Millionen US-Dollar und machen drei Viertel der Einnahmen aus physischen Tonträgern aus.

Dabei verkaufte sich Vinyl in Einheiten (24 Millionen) besser als CDs (17 Millionen). Die Umsätze aus CDs blieben stabil bei 237 Millionen US-Dollar. 

Das oft angekündigte Ende des Vinyl-Booms ist also keineswegs in Sicht. Im Gegenteil, das Wachstum der Vinyl-Umsätze beschleunigte sich im Vergleich zum 1. Halbjahr 2023, als Vinyl nur ein geringes Umsatzplus verzeichnete. Aber auch im Vergleich zum Gesamtjahr 2023 nahmen die mit Vinyl erzielten Umsätze deutlich zu.

Digitale Downloads verlieren an Bedeutung

Die digitalen Downloads verzeichneten im H1 erneut einen Rückgang und erzielen nur noch 2 Prozent der Umsätze aus Musikaufnahmen. 

Die Einnahmen aus digitalen Albumverkäufen sanken auf 88 Millionen US-Dollar, während Einzeltitelverkäufe auf 82 Millionen US-Dollar zurückgingen. Damit setzt sich ein bereits viele Jahre anhaltender Trend fort.

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