Mini-Börsencrash und weitere Herausforderungen
Sinkender Universal-Aktienkurs: Was sind die Gründe?
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Das Universal Music Publishing Group Hauptquartier in Santa Monica, Kalifornien. © Coolcaesar [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], von Wikimedia Commons
Ende Juli haben wir davon berichtet, dass der Aktienkurs von Universal Music trotz positiven Entwicklungen im Bereich physischer Tonträger und Merchandising um nahezu 25 Prozent gesunken ist.
Die Aktie fiel von über 28 Euro auf knapp über 21 Euro und konnte sich seitdem noch nicht von dem Rückgang von über 20 Prozent erholen, den sie Ende Juli erlitten hat. Die Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Quartal 2024 hatten die Verlangsamung des Wachstums bei bezahlten Streaming-Diensten gezeigt, was die Anleger beunruhigte und zu einem Kursrückgang führte.
Aktienkontraste im Musiksektor
Spotify hat seine Marktkapitalisierung im letzten Jahr um beeindruckende 131 Prozent gesteigert, während Universal Music, trotz der Bedeutung ihres Katalogs für Spotify, hinterherhinkt, so berichtete Digital Music News.
Der Aktienkurs von Universal Music lag zu diesem Zeitpunkt etwa 24 Prozent unter dem Niveau von Anfang Juli und 9 Prozent unter dem von Anfang August 2023, wodurch die Marktkapitalisierung von UMG bei rund 42,64 Milliarden Dollar liegt – 25 Milliarden Dollar weniger als die von Spotify.
Chancen und Herausforderungen
Die Branche hat die Verlangsamung des Wachstums im bezahlten Streaming-Bereich schon lange erkannt und versucht durch Preiserhöhungen, spezielle Pläne und Superfan-Initiativen den Umsatz zu steigern, wobei Spotify an vorderster Front steht.
Ein Großteil des Nutzerwachstums komme jedoch aus aufstrebenden Märkten wie Indien, wo die Preise niedriger sind, was die Monetarisierung erschwere. Während die Expansion in diese Märkte langfristige Vorteile bieten kann, könnte es noch dauern, bis sich dies in höheren Umsätzen und konstanter Rentabilität niederschlägt.
In etablierten Märkten wie Großbritannien und Japan gebe es hingegen erhebliches Potenzial für das Wachstum bei kostenpflichtigen Streaming-Abonnements. Es könnte jedoch herausfordernd sein, diese potenziellen Kunden dazu zu bewegen, für On-Demand-Musikdienste zu bezahlen.
Nicht nur für Universal turbulent
Auch wenn sich der Einbruch von Universals Aktienkurs nach wie vor bemerkbar macht, konnte das Unternehmen inzwischen zumindest wieder einen kleinen Anstieg verzeichnen.
Während andere große Musikunternehmen wie die Warner Music Group, Spotify und Live Nation am 5. August bei einem auch andere Branchen betreffenden Mini-Börsencrash signifikante Rückgänge ihrer Aktienkurse erlebten, stieg Universals gefallener Kurs an diesem Tag um ungefähr drei Prozent an.
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