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Social Media Marketing-Ideen, mit denen ihr eure Konzerte bewerben könnt

Tipps für Musiker und Bands von Andrea Jaeckel-Dobschat
veröffentlicht am 08.06.2017

social-media promotion marketing facebook

Social Media Marketing-Ideen, mit denen ihr eure Konzerte bewerben könnt

Wir geben euch einige Marketing-Ideen für Social Media, mit denen ihr eure Konzerte bewerben könnt. © iStock

Stellt euch vor, ihr habt eine Tour auf die Beine gestellt, aber es werden zu wenige Tickets verkauft. Was tun? Zum Beispiel im Social-Media-Bereich?

Die Termine stehen und ihr habt vielleicht die ein oder andere Band, die mit euch tourt und alles läuft auf den ersten Blick super. Aber dennoch gibt es da einen Haken: Der Ticketverkauf läuft seit Wochen, aber es will nicht so klappen, wie ihr euch das vorgestellt habt. Es werden nicht so viele Tickets verkauft, wie ihr oder der Veranstalter das gerne hättet.

Sicher kein schönes Erlebnis, aber jetzt ist es schon fast zu spät, die Flinte ins Korn zu schmeißen. Außerdem käme das in eurem "Band-Lebenslauf" gar nicht gut an. Mithilfe eurer Social-Media-Profile könnt ihr zum Glück noch einiges tun, um mehr Musikfans auf die Konzerte aufmerksam zu machen.

Facebook-Werbung

Facebook-Werbung bei Seiten ist ja mittlerweile fast schon verpönt, aber die Bewerbung eines Events funktioniert nach wie vor gut. Nehmt die Konzerte, bei denen es im Ticket-Vorverkauf nicht so rosig aussieht und fangt an, diese Facebook-Events zu bewerben.

  • Ich gehe davon aus, dass ihr natürlich alle Tourdaten auf eurer Facebook-Seite eingetragen habt.
  • Nehmt ein kleines Tourankündigungsvideo auf und ladet das zum Facebook-Event hoch. Alles was sich bewegt und Spaß macht, wird in der Timeline von anderen stärker wahrgenommen und ihr wollt ja schließlich auf euch aufmerksam machen.
  • Legt einen Betrag für die Werbung fest und wählt euer Zielpublikum aus. Die Definition des Zielpublikums ist bei Facebook sehr genau möglich – hier könnt ihr von der Datensammelwut des Konzerns ein wenig profitieren. Ob es um die regionale Zuordnung geht oder um Interessen, hier gibt es viele mögliche "Schalter", mit denen ihr die Verteilung der Werbung optimieren könnt.
  • Es empfiehlt sich durchaus, das vorhandene Budget auf mehrere Anzeigen aufzuteilen und so zu vergleichen, welche Inhalte und welche Zielgruppen für euch am besten funktionieren.

Promo während der laufenden Tour

Es ist soweit: Die Tour hat begonnen. Das ein oder andere Konzert ist trotz Facebook-Werbung und allen anderen Anstrengungen nicht so wirklich erfolgreich, was den Ticketvorverkauf angeht, aber es gibt durchaus Konzerte, bei denen die Hütte gut gefüllt ist.

Nehmen wir an, es ist beim Tourstart entsprechend voll. Das ist eure Chance!

  • Nutzt eure Social-Media-Power, um allen zu zeigen, wie sehr ihr euch auf die Tour freut und wie ihr euch auf das erste Konzert vorbereitet.
  • Wenn möglich postet Fotos aus dem Backstage, von der Bühne, lasst andere Fotos machen und verbreitet diese über eure Kanäle.
  • Das Ziel: Macht andere auf eure Konzerte neugierig! Dann sollte das mit dem Ticketverkauf im Verlauf der weiteren Tour auch besser klappen.

Das Musikmachen dürft ihr natürlich dabei nicht vergessen, denn das ist ja immer noch euer primärer Job. Natürlich solltet ihr es auch nicht übertreiben, also nicht alle drei Minuten ein neues Foto über alle Kanäle schießen, aber mit einem kurzen Video auf Facebook, zwei oder drei Fotos bei Instagram und noch eines zu Facebook, könnt ihr schon ein bisschen was erreichen.

Und vergesst nicht, die Facebook-Postings eurer Seite über eure persönlichen Profile zu teilen, das erhöht die Reichweite deutlich!

Social Media Marketing und Image

Natürlich gibt es bei der Promo auch einige Do’s und Don'ts, die ihr beachten solltet, sonst kann es auch ganz schnell nach hinten losgehen. Und ich rede nicht nur von den Konzerten, sondern auch von eurem Image und eurer Professionalität, die ihr nach außen immer so gut es geht zeigen solltet.

Einige Do’s and Don'ts:

  • Keine Jammerei nach außen.

Ich kann verstehen, wenn Panik und Verzweiflung ausbricht, wenn es nicht so läuft, wie man es sich erhofft hat. Man sollte aber in der Öffentlichkeit immer einen kühlen Kopf bewahren. Also lieber ein "Wir freuen uns so auf die Show heute Abend, denn wir haben unser neues Album mit im Gepäck. Nehmt eure Freunde mit, aber überlegt nicht so lange" statt einem "Wir haben noch so viele Tickets übrig, bitte bitte kommt vorbei!".

  • Achtet darauf, wie ihr etwas fotografiert und verbreitet.

Der Veranstalter legt euch einen hohen Stapel mit nicht verkauften Tickets auf den Tisch. Bitte nicht diesen Stapel fotografieren und verbreiten! Das Foto schreit dann quasi danach, von anderen belächelt zu werden und die Leute bekommen den Eindruck, dass ihr nichts reißen könnt, weil ja keiner zu eurem Konzert will.

Besser: Nehmt ein paar Tickets, legt sie auf den Tisch und postet das Foto – mit einem Kommentar in der Art: "Es gibt für heute Abend noch ein paar Karten an der Abendkasse. Überlegt nicht zu lange und kommt vorbei!”.

  • Keine voreiligen Schlüsse ziehen.

Nicht schon drei Wochen vor dem Konzert aufgeben, für eine Absage ist es möglicherweise schon zu spät – und das will man ja auch nicht. Lieber nochmal nachlegen und prüfen, ob ihr schon alle Möglichkeiten genutzt habt:

Vielleicht könnt ihr ja über lokale Radiosender noch einige Tickets verlosen oder ihr macht eine Facebook-Aktion, bei der die Teilnehmer für eine weitere Verbreitung eures Events sorgen.

Aber bitte niemals eine Ansage wie: "Macht bei dem Gewinnspiel mit oder kauft Tickets. Wir sind kurz davor, das Konzert abzusagen, weil kaum einer Tickets gekauft hat". So zu betteln kommt nicht gut an, das provoziert eher hämische Kommentare. Niemand geht aus Mitleid auf ein Konzert – man möchte unterhalten werden!

Damit so etwas wie dieses Horrorszenario erst gar nicht passiert, kann das große Netzwerk von Backstage PRO euch dabei helfen, die Gigs zu verbreiten. Ihr habt die Möglichkeit, bei Facebook erstellte Events ganz schnell auch ins Backstage PRO-Profil eurer Band zu integrieren. Facebook bietet nämlich eine gute Basis, von der aus man seine Events auf weitere Plattformen und Websites verteilen kann. Daher lohnt es sich auch, etwas Zeit zu investieren und jedes Konzert einzeln anzulegen, statt einem einzelnen zweiwöchigen Event für die ganze Tour.

Fazit:

Natürlich gibt es kein Patentrezept für ausverkaufte Gigs, aber überlegt euch von Anfang an, welche Möglichkeiten ihr zur Verfügung habt und wie ihr sie nutzen wollt. Am Tag des Konzerts ist es etwas spät, noch das Ruder rumzureißen. Vielleicht hilft euch dieser Artikel dabei, eigene Ideen umzusetzen und Stategien zu entwickeln. Postet eure Erfahrungen in die Kommentare!

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