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Sechstes Wachstumsjahr in Folge

Weltweiter Umsatz der Musikindustrie wuchs um sieben Prozent – Indies und Direktvertrieb auf dem Vormarsch

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 17.03.2021

musikmarkt streaming

Weltweiter Umsatz der Musikindustrie wuchs um sieben Prozent – Indies und Direktvertrieb auf dem Vormarsch

Der weltweite recorded music-Markt im Jahr 2020. © MIDiA

Laut dem laut dem jüngsten Bericht des Analyse-Unternehmens MIDiA lag der Umsatz des recorded music-Segments im Jahr 2020 bei rund 23,1 Milliarden Dollar – ein Wachstum um sieben Prozent im Jahresvergleich.

Laut den Zahlen, die der MIDiA-Analyst Mark Mulligan gut eine Woche vor der Auswertung der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) veröffentlichte, zeigte sich die globale Musikindustrie (ausgenommen freilich der Live-Branche) unbeeindruckt von der Corona-Pandemie.

Während der Bereich Recorded Music im zweiten Quartal 2020 noch drei Prozent im Minus lag, konnte im vierten Quartal ein Plus von 15 Prozent erzielt werden. Die Industrie wuchs damit 2020 im sechsten Jahr in Folge – wenn gleich mit einer geringeren Wachstumsrate als den elf Prozent des Rekordjahres 2018. Laut MIDiA lassen die Entwicklungen auf ein starkes Jahr 2021 hoffen. 

Streaming-Geschäft als Wachstumstreiber

Das Streaming-Geschäft stellte mit einem Anstieg von 19,6 Prozent auf 14,2 Milliarden Dollar Gesamtumsatz den größten Wachstumstreiber dar.

Jedoch ist etwa der Gesamtumsatz der Streaming-Plattform Spotify 2020 weniger stark angestiegen als noch im Vorjahr – laut MIDiA ein Anzeichen sowohl für den Aufstieg diverser lokaler Player in aufstrebenden Märkten als auch für ein starkes Wachstum von YouTube.

Independent-Labels als große Gewinner

Auch die großen Major-Labels weisen – abgesehen von Sony Music – laut MIDiA einen kleinen Zunahmerückgang auf dem Streaming-Markt auf. Die großen Gewinner hingegen seien die unabhängigen Labels und Künstler/innen: Diese konnten 2020 im Streaming-Bereich ein Plus von 27 Prozent und einen Gesamtmarktanteil von 31,5 Prozent vorweisen.

Dies zeichne sich auch auf dem recorded music-Gesamtmarkt ab. Laut Mulligan konnten kleinere, neue Independent-Labels 2020 insgesamt schneller zulegen als der Gesamtmarkt bzw. die großen Major-Labels, die allgemein eher ein geringeres Wachstum als der Durchschnitt vorwiesen. So konnten etwa Artists, die sich selbst vermarkten, 2020 einen Zuwachs von 34,1 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar erzielen.

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