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Ein Zeichen für die Künstler/innen

BMG verzichtet in den USA künftig auf den Tantiemenabschlag

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 12.10.2020

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BMG verzichtet in den USA künftig auf den Tantiemenabschlag

Quartier 205 in Berlin-Mitte, die Zentrale von BMG. © BMG Rights Management - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=65830339

Das Musikunternehmen BMG kündigt an, mit sofortiger Wirkung auf den in den Vereinigten Staaten bisher üblichen Tantiemenabschlag im Rahmen der sogenannten "Controlled Composition Clause" zu verzichten. BMG will damit ein besseres Auskommen für Künstler/innen sicherstellen.

BMG gibt an, dass die Controlled Composition Clause die ausgeschütteten Tantiemen für Künstler/innen 2019 um gut 14 Millionen Dollar reduziert habe. Daher wolle das Unternehmen die Abführung von Tantiemen auf Basis dieser Klausel mit sofortiger Wirkung unterbinden; bei bestehenden Verträgen solle die neue Regelung ab 2021 gelten. 

Die Controlled Composition Clause besagt, dass die Plattenfirma die an den Musikverlag ausgeschütteten Tantiemen reduzieren kann – und zwar dann, wenn der Artist, der einen Song aufgenommen hat, oder der/die Produzent/in des Songs gleichzeitig als deren Autor/in oder Co-Autor/in auftritt oder in anderer Form Besitzansprüche geltend machen kann.

In den meisten Fällen bedeutet eine Anwendung dieser Klausel eine Begrenzung der ausgeschütteten Tantiemen auf durchschnittlich 75 Prozent der ursprünglichen Summe, oder aber eine Begrenzung der Anzahl der Songs, für die tatsächlich Tantiemen gezahlt werden. Eine detaillierte Übersicht über die Controlled Composition Clause findet ihr auch hier.

BMG gab im Sommer 2020 bekannt, mit Hilfe einer Arbeitsgruppe die eigene Arbeitsweise untersuchen zu wollen, um somit letztendlich für mehr Fairness bei den Verträgen mit den eigenen Künstlerinnen und Künstlern zu sorgen. Der Verzicht auf eine Begrenzung der Tantiemen sei hier nur ein erster Schritt – ein Schritt jedoch, der gerade im Hinblick auf die oftmals prekären Auswirkungen der Coronakrise auf die Künstler/innen unabdingbar sei. 

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