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Erfolg im digitalen Feld

Die Umsätze der Musikindustrie mit Recorded Music sind 2020 weiter gestiegen

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 05.03.2021

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Die Umsätze der Musikindustrie mit Recorded Music sind 2020 weiter gestiegen

Umsatzanteile aus dem Musikverkauf 2020 (physisch/digital). © Bundesverband Musikindustrie e.V., GfK Entertainment

Laut dem Bundesverband Musikindustrie (BVMI) sind die Umsätze der deutschen Musikindustrie auch im Corona-Jahr 2020 weiter gewachsen.

Der BVMI beziffert die Einnahmen aus Tonträgerverkäufen sowie die Erlöse aus dem Streaming-Geschäft auf insgesamt 1,79 Milliarden Euro, eine Steigerung von neun Prozent im Vergleich zu 2019.

Mit 71,5 Prozent stammen inzwischen fast drei Viertel des Umsatzes aus der Online-Musiknutzung; der Anteil des Audio-Streaming ist mit einem Anteil von 63,4 Prozent am Gesamtmarkt im Jahresvergleich noch einmal um 24,6 Prozent gewachsen.

Rundes Einkommen

Die CD-Umsätze sanken mit 18 Prozent auch 2020, bedingt nicht zuletzt durch die aufgrund der Corona-Maßnahmen geschlossenen Geschäfte. Nichtsdestotrotz verteidigte die CD ihren Rang als zweitstärkstes Format des deutschen Recorded-Marktes.

Auf Platz drei folgt erstmals wieder die Vinyl-Schallplatte mit einem Anteil von 5,5 Prozent am Gesamtmarkt und einem Jahreswachstum von 24,7 Prozent. Downloads liegen mit einem Wachstum von -24,8 Prozent auf dem vierten Platz (4,2 Prozent Marktanteil).

Corona-Folgen nicht absehbar

Insgesamt stellte der BVMI 2020 ein Wachstum in Höhe von 20,3 Prozent im Digitalgeschäft fest, während der Handel mit physischen Tonträgern um 11,7 Prozent nachgegeben hat – ein Einbruch, der durch den immensen Erfolg der Schallplatte sogar noch abgemildert wurde. Dr. Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des BVMI, kommentiert: 

"Die gute Digitalaufstellung unserer Mitgliedsfirmen führt dazu, dass unsere Branche am Gesamtumsatz gemessen aktuell gut durch die Krise kommt – mehr noch, durch die pandemiebedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens haben sich die Fans nolens volens zunehmend im digitalen Raum mit Musik versorgt, was uns ein Gesamtwachstum von 9 Prozent beschert hat."

Diese guten Nachrichten dürften jedoch einerseits nicht darüber hinwegtäuschen, dass einerseits die Künstlerinnen und Künstler der Schwesterbranchen, vor allem des Live-Geschäfts, in dramatischem Ausmaß von den Lockdowns betroffen sind und die Spätfolgen der Konzertausfälle innerhalb der eng verzahnten Branchenwelt noch nicht absehbar seien.

Andererseits bedeutet der zunehmende Digitalanteil eine zunehmende Dringlichkeit hinsichtlich belastbarer Rahmenbedingungen im Netz, etwa durch eine originalgetreue Umsetzung der EU-Urheberrechtsrichtlinie.

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