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LiveKomm stellt Entwurf für Kulturschallverordnung vor

Experten bei Anhörung im Bundestag einig: Novelle der TA-Lärm löst Probleme der Musikclubs nicht

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 03.10.2024

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Experten bei Anhörung im Bundestag einig: Novelle der TA-Lärm löst Probleme der Musikclubs nicht

© Antoine Julien via Unsplash

In einem öffentlichen Fachgespräch im Bundestagsausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen wurde die Novelle der TA-Lärm diskutiert. Dabei plädierten sowohl die LiveKomm wie zahlreiche Sachverständige für Nachbesserungen.

Ursprünglich plante die Ampel-Koalition, mit einer Modernisierung der TA-Lärm (Technische Anleitung zum Lärmschutz) Zielkonflikte zu lösen, die dadurch entstehen, dass Wohnbebauungen näher an lärmintensive Gebiete heranrücken. 

Da aber Musikclubs als Gewerbe gelten und die TA-Lärm Industrie-und Gewerbelärm reguliert, fallen Musikclubs unter die TA-Lärm. 

TA-Lärm ist nicht zeitgemäß

Bei dem Fachgespräch kamen die Sachverständigen der Bau- und Wohnungswirtschaft, der Kommunen sowie aus der Kulturbranche zum Konsens, dass die TA-Lärm veraltet und ungeeignet ist, um die (Schall-)Konflikte in verdichteten Städten zwischen Wohnen und Gewerbe, Freizeitaktivitäten sowie Kultur zu bewältigen und forderten einstimmig auf Nachbesserungen des Regierungsentwurfs.

Pamela Schobeß, Sprecherin der LiveKomm und Musikspielstätten-Betreiberin, äußerte sich dabei wie folgt:

"Der vorliegende Entwurf ist weder geeignet, um Wohnungsbau zu befördern noch die Verdrängung von Clubs zu verhindern. Für bestehende Musikclubs wird es immer enger und neuen Kulturstätten wird eine Neuansiedlung nicht erleichtert. Eine Belebung der Innenstädte wird somit verfehlt."

Gesonderte Kulturschallverordnung 

Aus diesem Grund hat die LiveKomm eine gesonderte Kulturschallverordnung entworfen, die Pamela Schobeß erstmals auf parlamentarischer Ebene vorgestellt hat. Die entworfene Kulturschallverordnung wurde dabei von den Abgeordneten interessiert aufgenommen.

Mehr zum Thema lest ihr im Interview mit Thore Debor, Geschäftsführer der Clubcommission Hamburg und Leiter des Arbeitskreises Kulturraumschutz bei der LiveKomm.

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