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Hohe finanzielle Verluste

Indie-Labels beschweren sich über gravierende Probleme bei der Tonträgerauslieferung

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 05.08.2019

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Indie-Labels beschweren sich über gravierende Probleme bei der Tonträgerauslieferung

© Wokandapix auf Pixabay / Lizenz: CC0

In einem offenen Brief beschweren sich US-amerikanische Independent-Plattenläden, dass das seit kurzem mit der Auslieferung von Major-Veröffentlichungen betraute Unternehmen Direct Shot die Bestellungen nicht ordnungsgemäß abwickelt.

Direct Shot erfüllte bereits seit längerem die Auslieferung sämtlicher Tonträger-Veröffentlichungen der der Major-Labels Universal Music Group und Sony Music Entertainment. Doch seitdem seit April 2019 auch die Warner Music Group Direct Shot mit der Distribution betraut hat, häufen sich die Probleme. Wie Billboard berichtet, scheint das Unternehmen schlicht überfordert mit der Auslieferung. 

Gravierende Probleme

In einem offenen Brief beschreiben US-amerikanische Indie-Plattenläden die derzeitigen Probleme mit Direct Shot. So warten Läden teilweise monatelang auf Bestellungen, erhalten nur einen Bruchteil der bestellten Waren – oder sogar nur leere Kartons. Promo-Artikel für Gastauftritte von Künstlerinnen und Künstlern werden weiterhin nicht verschickt, Lieferungen gehen an die falschen Adressen oder die Lieferscheine stimmen nicht mit den gelieferten Produkten überein.

In dem Brief heißt es, dass die Betreiberinnen und Betreiber von Indie-Stores sich derzeit nicht in der Lage fühlen, die Wünsche von Kundinnen und Kunden auch nur ansatzweise zu erfüllen. Gleichzeitig stelle Direct Shot keinen Kundendienst bereit, mit dessen Hilfe Probleme gelöst werden könnten. 

Call to Action

Die Plattenläden wenden sich mit ihrem Brief direkt an die Major-Labels und bitten diese, die gravierenden Probleme gemeinsam mit Direct Shot zu lösen. Zwar seien die Verfasserinnen und Verfasser des Briefes sich bewusst, dass bereits erste Anstrengungen unternommen würden – in Anbetracht der derzeitigen Situation müsse jedoch deutlich schneller gehandelt werden.

Bereits jetzt müssten die Stores auf unzählige Verkäufe verzichten, das Vertrauen der Kundinnen und Kunden sei mitunter nachhaltig geschädigt. 

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