Keine Ähnlichkeit mit dem Sound der Band
Jetzt sind auch Toto von der Flut falscher KI-Songs auf Spotify betroffen
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Erst kürzlich hatte eine Recherche des US-Portals "404 Media" Fälle aufgedeckt, in denen KI-generierte Songs über Spotify auf den offiziellen Profilen verstorbener Musiker veröffentlicht worden waren – ohne das Wissen und die Zustimmung der Rechteinhabenden.
So erschien etwa ein KI-Track mit dem Titel "Together" auf der Artist-Seite des 1989 verstorbenen Singer-Songwriter Blaze Foley und ein weiterer – "Happened To You" – auf dem Profil des Singer-Songwriter Guy Clark, der 2016 verstarb. Beide Songs wurden unter dem Namen Syntax Error veröffentlicht und wurden inzwischen von Spotify entfernt.
KI-Song mit großer Reichweite
Nun sorgt ein "Song" mit dem Titel "Name This Night" für neue Diskussionen. Der angebliche Toto-Song wurde dem Profil der Band auf verschiedenen Streaming-Plattformen wie Spotify, Apple Music und Youtube Music hochgeladen. Im Gegensatz zu den bisherigen Betroffenen, die bereits verstorben waren, handelt es sich bei Toto um eine weiterhin aktive Band, die über mehr als 28 Mio. monatliche Hörer auf Spotify verfügt.
Als der angebliche neue Toto-Song auf dem Bandprofil erschien, machte das Fans und Kenner der Band stutzig. Obwohl Toto noch auf Tour gehen, hat die Gruppe 2018 mit "Old Is New" ihr 14. und finales Album veröffentlicht. Ebenso verdächtig wirkte das an ein Stockfoto erinnernde Cover und die Musik, die nicht nur ohne Gesang auskommt, sondern auch nicht entfernt an den Stil der Band erinnert. Zudem gab es keine Verlautbarung der Band, dass neue Musik geplant ist.
Kritik an Spotify
Schnell stand fest, dass "Name This Night" durch KI-Technologie und ohne die Beteiligung aktiver oder früherer Bandmitgliedern entstanden war. Steve Lukather, Sänger und Gitarrist von Toto, hatte den Song auf dem Profil der Gruppe entdeckt und entfernen lassen.
"Ich bin überrascht, dass Spotify das zugelassen hat", äußerte sich das letzte verbliebene Original-Mitglied gegenüber Ultimate Classic Rock. Außerdem erklärte Lukather, die Band habe eine offizielle Beschwerde eingereicht. Er schließt sich damit der Kritik von Craig McDonald, dem Rechteinhaber von Blaze Foley an, der sich ebenfalls kritisch gegenüber Spotify geäußert hatte:
"Sie könnten dieses Problem beheben. Einer ihrer talentierten Software Ingenieure könnte dieser betrügerische Praxis etwas entgegensetzen, wenn sie den Willen dazu hätten."
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