Rettungsanker für die Livemusikbranche
Live Music Fund Germany soll kleine Konzerte durch freiwillige Abgabe stärken
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© Teddy Yang via pexels.com
Wie eine aktuelle Befragung der LiveKomm zeigt, hat sich die Lage vieler kleiner und mittlerer Live-Musik-Clubs verschlechtert. Wenn Clubs und andere Veranstaltungsorte ihre Angebote reduzieren oder im schlimmsten Fall aufgeben müssen, hat das Folgen für die gesamte Branche.
Kleine Bühnen sind essentiell, da sie Nachwuchsmusiker*innen eine Bühne bieten, um Erfahrungen zu sammeln und bekannt zu werden. Ihr Wegfall bedroht die Vielfalt der Livemusik.
Förderung für die Zukunft
Um diesem Trend entgegenzuwirken, arbeitet die Bundesstiftung Livekultur seit über einem Jahr an der Entwicklung eines Live Music Fund Germany.
Dieser soll durch innovative Fördermodelle gezielt Kleinstkonzerte, Debüt-Tourneen von Newcomer*innen sowie Festivals unterstützen. Das Ziel ist, die finanzielle Basis der deutschen Livemusikszene zu stärken und ihre kulturelle Vielfalt zu sichern.
Britisches Vorbild
Die Idee einer solchen freiwilligen Abgabe stammt aus Großbritannien, wo die Situation von kleinen Venues möglicherweise noch schwieriger ist. Sir Chris Bryant, der britische Minister für die Kreativwirtschaft hat aus diesem Grund eine freiwillige Ticketabgabe ins Gespräch gebracht und die Live-Branche aufgefordert, dazu Vorschläge zu entwickeln.
Bryant sieht ebenfalls ein Missverhältnis zwischen ausverkauften Großkonzerten und unrentablen Kleinst-Shows. Würden freiwillige Abgaben bei Stadium- und Arena-Konzerten erhoben und weiterverteilt, können diese in die Basis der Livebranche investiert werden.
Stimmen zum deutschen Fund
Felix Grädler, Vorstandsmitglied der Bundesstiftung LiveKultur fasst den Vorschlag für die deutsche Livebranche zusammen:
"Der Live Music Fund Germany soll mehr als nur eine Unterstützung bieten – er ist ein Statement für die Zukunft der kulturellen Vielfalt und eine Investition in unsere lebendige Musikszene. Wir freuen uns über das internationale Vorbild aus Großbritannien und sehen es als Ansporn, unsere eigene Lösung weiter voranzutreiben".
Auch der Vorsitzende Karten Schölermann ist überzeugt und plant Gespräche mit den Vertreter*innen der Branche zu führen:
"Wir möchten daher alle Akteure der deutschen Musikbranche, die bisher nicht mit uns im Gespräch sind, dazu einladen, sich mit uns zusammenzusetzen und an einer gemeinsamen, nachhaltigen Lösung zu arbeiten, um Talenten und Fans weiterhin inspirierende Live-Erlebnisse zu bieten."
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