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"Musikindustrie in Zahlen 2017" des BVMI: Wachstum der Musikindustrie stagniert zum ersten Mal seit vier Jahren

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 13.04.2018

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"Musikindustrie in Zahlen 2017" des BVMI: Wachstum der Musikindustrie stagniert zum ersten Mal seit vier Jahren

Die Umsatzentwicklung der deutschen Musikindustrie von 1984-2017. © Bundesverband Musikindustrie e.V.; GfK Entertainment

Das jährlich vom Bundesverband Musikindustrie (BVMI) veröffentlichte e-Paper "Musikindustrie in Zahlen" legt ausführlich die aktuelle Situation der deutschen Musikindustrie dar.

Bereits Anfang März gab der BVMI erste Zahlen der jüngsten Erhebung bekannt. Nun ist das vollständige e-Paper "Musikindustrie in Zahlen 2017" erschienen.

Die wohl wichtigste Feststellung ist die, dass das Wachstum der deutschen Musikindustrie zum ersten Mal seit vier Jahren stagniert: Mit nur -0,3% Marktwachstum befände man sich "gerade so im Bereich der roten Null", stellt der BVMI fest.

Hauptsächlich verantwortlich für diesen Rückgang ist die Tatsache, dass die Einnahmen aus dem Musik-Streaming den Rückgang der CD-Verkäufe nicht mehr abfangen können – und das, obwohl das Streaming-Segment noch immer konstant wächst (43%).

Spannender Überblick

"Musikindustrie in Zahlen 2017" ist hier als kostenfreies e-Paper erhältlich. Es bietet zahlreiche Fakten und Zahlen zur Situation der deutschen Musikindustrie. Wir haben eine kleine Auswahl zusammengestellt:

  • Einnahmen aus dem Vinyl-Geschäft wuchsen auf 74 Millionen Euro – mit nur 5% Wachstum ein deutlicher Abfall von den 40,1% des Vorjahres. Bei den Käufern der Schallplatte handelt es sich übrigens vor allem um Männer in ihren 40ern.
  • Der angekündigte Kassetten-Hype bleibt aus: Das betagte Medium hat sich mit einem Gesamtumsatz von 1 Million Euro in einer recht kleinen Nische angesiedelt.
  • Terrestrisches Radio macht mit 27% Anteil noch immer den größten Teil der Gesamtzeit des Musikhören aus; Online-Radio-Angebote werden immer populärer.
  • 75% der Musikumsätze kommen über Internetkäufe zustande. Neben CDs & Co. werden hauptsächlich digitale Formate online gekauft.

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