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Weiterer Protest

Plattformen und Labels wehren sich gegen kanadischen Online-Streaming-Act

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 04.10.2024

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Plattformen und Labels wehren sich gegen kanadischen Online-Streaming-Act

© Viktor Forgacs via Unsplash

Ein neues kanadisches Gesetz sieht unter anderem die Einführung einer fünfprozentigen Abgabe auf die Einnahmen von nicht-kanadischen Plattformen vor. Zudem sollen für Radiosender entworfene Regeln nun auch für On-Demand-Dienste gelten. Die betroffenen Firmen haben nun erneut ihren Unmut in einem offenen Brief geäußert.

In dem Schreiben argumentieren Streaming-Dienste und Plattenfirmen, dass Vorschriften, die für das Radio gelten, nicht ohne weiteres auf Streamingplattformen übertragen werden können.

Streaming sei anders als das Radio auf persönliche Hörpräferenzen zugeschnitten, umfasse eine Vielzahl an Inhalten und Funktionen und treibe den globalen Konsum voran, was auf lokale Radiosender nicht zutreffe.

Protest und Klagen

Verfasst wurde das Schreiben von Music Canada, einem Wirtschaftsverband, dem große Plattenlabels angehören, und der DIMA, die Streaming-Plattformen wie Spotify und Apple Music vertritt. Es richtet sich an die kanadische Rundfunk- und Telekommunikationskommission CRTC, die mit der Durchsetzung des Gesetzes beauftragt ist.

Erst vor wenigen Monaten wurde bekannt, dass Spotify, Apple Music und Amazon Music bereits Klage vor einem kanadischen Bundesgericht eingereicht haben, weil sie sich ungerecht behandelt fühlen und Handelsbestimmungen verletzt sehen.

Förderung der kanadischen Kultur 

Die kanadische Regierung will die Einnahmen aus der Steuer zur Förderung von kanadischen Inhalten verwenden. Auch weitere Inhalte, etwa von offiziellen Sprachminderheiten und kanadischen Ureinwohnern, sollen durch die Abgabe unterstützt werden. Daher sind nur nicht-kanadische, aber in Kanada tätige Online-Streamingdienste dazu verpflichtet, sie zu entrichten.

Die Unternehmen wiederum weisen darauf hin, dass sie kanadische Künstler ohnehin fördern würden, etwa indem sie ihnen eine Plattform bieten, um ein internationales Publikum zu erreichen. Dies mache eine Steuer zur Subventionierung des kanadischen Rundfunksystems obsolet. Zudem schätzen sie eine Gebühr in Höhe von fünf Prozent ihrer in Kanada erzielten Einnahmen als viel zu hoch ein.

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