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Bietet Vivendi schlechte Konditionen?

Potentielle Käufer sind skeptisch: Was geschieht mit der Universal Music Group?

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 04.03.2019

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Potentielle Käufer sind skeptisch: Was geschieht mit der Universal Music Group?

Das Universal Music Group Hauptquartier in Santa Monica, Kalifornien. © Coolcaesar [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], von Wikimedia Commons

Die Pläne des französischen Medienunternehmens Vivendi, einen bis zu 50-prozentigen Anteil ihrer Tochtergesellschaft Universal Music Group (UMG) zu verkaufen, nehmen Gestalt an. Doch gleichzeitig kritisieren potentielle Käufer die Konditionen.

Vivendis Pläne stehen bereits seit längerem fest. Wie das Unternehmen nun bekannt gab, wird derzeit der Wert der UMG ermittelt; somit dürfte in Kürze auch der Preis für einen Anteil an einem der derzeit erfolgreichsten Major-Labels der Welt feststehen.

Erste Schätzungen gehen von einem Kaufpreis von bis zu 23 Milliarden Dollar aus – damit läge der Gesamtwert Universals deutlich über 45 Milliarden Dollar. Die hoch angesetzten Schätzungen berufen sich u.a. auf den erst kürzlich bekannt gewordenen Jahresumsatz 2018 von Universal – rund 7,2 Milliarden Dollar, ein Anstieg von zehn Prozent im Jahresvergleich. 

Restriktiv

Die bisherige Strategie des Universal-CEO scheint, in Anbetracht des langfristigen Wachstums des Unternehmens, durchaus erfolgreich. Dies ist wohl auch ein Grund für die nun bekannt gewordenen Einschränkungen, die den potentiellen Käufer des UMG-Anteils erwarten.

Laut Vincent Bolloré, ein französischer Investor, dem 25 Prozent von Vivendi gehören, soll der Käufer UMGs weder einen Mehrheitsanteil, noch ein Mitspracherecht bezüglich der Geschäftsstrategie erhalten.

Konsequent

Die restriktiven Konditionen dürften die derzeit interessierten Käufer – dazu gehören das amerikanische Medienunternehmen Liberty Media, die gleichfalls amerikanische Investmentfirma KKR und das chinesische Unternehmen Tencent Music Entertainment – die Akquise wohl zumindest noch einmal überdenken lassen. 

So gibt Liberty Media CEO Greg Maffei an, dass das Interesse am Kauf der UMG-Anteile in jedem Fall noch vorhanden ist. Dennoch: Ein Kauf käme für Liberty nur dann in Frage, wenn das Gesamtpaket stimmt. Wenn dem Käufer ein Mitspracherecht in der Unternehmensstrategie Universals verweigert wird, könnte dies letztenlich den Kaufpreis der Anteile deutlich mindern.

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