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Spotify Unwrapped: Wie viel von den Abo-Gebühren wirklich an die Künstlerinnen fließt

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 24.12.2020

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Spotify Unwrapped: Wie viel von den Abo-Gebühren wirklich an die Künstlerinnen fließt

© Union of Musicians and Allied Workers

Mit dem Tool "Spotify Unwrapped" können Nutzer/innen der Plattform ausrechnen, wie viel von ihrem Jahresbeitrag tatsächlich an die von ihnen gehörten Künstler geht.

Die UMAW (Union of Musicians and Allied Workers) hat in Kooperation mit der Organisation Fight for the Future das Tool "Spotify Unwrapped" entwickelt. Das Tool kalkuliert, wie viel des Premium-Beitrags tatsächlich an die Künstlerinnen und Künstler geht, die der entsprechende User gehört hat.

Das Tool zeigt an, wie viele Minuten Musik gehört wurde und wie die gestreamten Künstler/innen dafür entlohnt wurden. Daraus werden außerdem die die durchschnittlich pro Stream bezahlten Tantiemen berechnet – und der geschätzt Profit von Spotify 2020.

Erschreckende Zahlen

Ein Autor von Digital Music News gibt an, durchschnittlich eineinhalb Stunden pro Tag Musik gehört zu haben. Gleichzeitig gingen nur 35,17 Dollar, also knapp 29% seines Jahresbeitrages, an die von ihm gestreamten Künstler/innen.

Noch geringer ist dieser Anteil für diejenigen, die vor allem unbekannte oder ältere Acts hören. Denn Spotify differenziert bei seinen Zahlungen an die Künstler/innen per se nicht zwischen den Hörgewohnheiten verschiedener User. Alle Beiträge wandern in einen Topf, aus dem dann nach globalen Streams Tantiemen verteilt werden – ein Modell, dass in der Vergangenheit immer wieder kritisiert wurde

Auf absteigendem Ast

Obwohl Spotify in diesem Jahr mehr neue Abonnent/innen denn je gewinnen konnte, sind die durchschnittlich pro Stream bezahlten Tantiemen gesunken: Waren es 2018 noch 0,0054 Dollar pro Stream, so liegt der Anteil 2020 bei nur noch 0,0038 Dollar. 

Insbesondere in einem Jahr, in dem viele Künstler/innen aufgrund fehlender Live-Einnahmen durch die Corona-Pandemie um ihre Existenz bangen, fallen diese geringen Auszahlungen deutlich ins Gewicht. 

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