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Mindestlohn

Über 15.000 Musiker/innen fordern die Erhöhung der Spotify-Ausschüttungen auf 1 Cent pro Stream

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 05.11.2020

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Über 15.000 Musiker/innen fordern die Erhöhung der Spotify-Ausschüttungen auf 1 Cent pro Stream

© Union of Musicians and Allied Workers

Über 15.000 Musikerinnen und Musiker haben einen Aufruf der Union of Musicians and Allied Workers unterschrieben, der von Spotify fordert, mindestens 1 Cent pro gestreamtem Song auszuschütten.

Der Verband Union of Musicians and Allied Workers fordert die Streamingplattform in ihrer "Justice at Spotify" betitelten Petition dazu auf, die bisherigen Pro-Song-Ausschüttungen deutlich zu steigern.

Als dominante Plattform des Streaming-Marktes solle Spotify den Musikerinnen und Musikern mindestens 1 Cent pro gespieltem Song zahlen – bisher seien die Ausschüttungen mit durchschnittlich 0,0038 Dollar viel zu niedrig. 

Auskommen in der Pandemie

Stein des Anstoßes für die Petition ist die Coronakrise: In der Verlautbarung der Union of Musicians and Allied Workers heißt es, dass Musiker/innen gerade dadurch, dass das Livemusik-Ökosystem in der Krise so gefährdet ist, mehr denn je von ihrem Streaming-Einkommen abhängig sind. Die unfairen Praktiken der Streaming-Branche schmälerten das mögliche Einkommen von Künstler/innen jedoch drastisch. 

Dass die Petition ein wichtiges Problem innerhalb der Musiker/innen-Community anspricht, zeigt sich darin, dass bisher bereits gut 16.800 Musikerinnen und Musiker unterschrieben haben (Stand: 4.11.2020) – Tendenz nach wie vor steigend!

Weitere Forderungen

Die Erhöhung der Ausschüttungen auf Spotify ist nicht die einzige in der Petition formulierte Forderung. Der federführende Verband setzt sich darüber hinaus ein für:

  • die Einführung eines nutzerzentrierten Abrechnungsmodells,
  • die Veröffentlichung sämtlicher Verträge, die bisher hinter verschlossenen Türen unterzeichnet wurden,
  • die Veröffentlichung und sofortige Abschaffung existierender Pay to Play-Angebote,
  • vollständige Namensnennungen aller an einer Aufnahme beteiligten Personen und
  • die Beendigung von Prozessen, die mit dem Ziel geführt werden, das Einkommen von Künstler/innen weiter zu schmälern.  

In der Petition heißt es, dass eine Erhöhung der Ausschüttungen – zusammen mit größerer Transparenz von Seiten der Streaming-Branche – es nicht nur mehr Musiker/innen ermöglichen würde, von ihrer Kunst zu leben, sondern auch die allgemeine Wertschätzung für die Musik im öffentlichen Bewusstsein wieder erhöhen würde. 

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