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Pay to Play?

Musiker/innen und Labels können zukünftig gegen Bezahlung Einfluss auf Spotify-Empfehlungen nehmen

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 04.11.2020

spotify streaming musikbusiness

Musiker/innen und Labels können zukünftig gegen Bezahlung Einfluss auf Spotify-Empfehlungen nehmen

© Fixelgraphy via Unsplash

Musiker/innen und Labels sollen künftig Einfluss auf die Algorithmen nehmen können, mit denen die Streamingplattform ihren Nutzer/innen Musik vorschlägt. Statt eine Gebühr zu erheben, will Spotify entsprechend weniger Tantiemen auszahlen.

Die neue Funktion von Spotify sieht vor, das Künstlerinnen und Künstler sowie Labels zukünftig einen gewissen Einfluss auf die Algorithmen nehmen können sollen, mit denen die Streamingplattform ihren Nutzer/innen neue Musik vorschlägt. 

Nicht zuletzt bedingt durch die stetig steigende Zahl der Spotify-Nutzer/innen besitzen diese Empfehlungs-Algorithmen die Möglichkeit, eine unbekannteren Künstler/innen und ihren Songs eine größere Öffentlichkeit zu erschließen. 

Spotify: Kein P2P

In dem Blogbeitrag, in dem Spotify die neue Funktion vorstellt, erklärt das Unternehmen auch, dass es sich hier nicht direkt um ein "Pay to Play"-Feature handelt: Der Einfluss der Künstler/innen und Labels beschränkt sich darauf, bestimmte Songs als "besonders wichtig" zu markieren. Diese Markierung informiert dann, gemeinsam mit vielen anderen relevanten Faktoren, die letztendliche "Entscheidung" des Algorithmus.

Die Bezahlung für die Nutzung dieses neuen Features soll wiederum nicht vorab erfolgen. Stattdessen will Spotify reduzierte Tantiemen auszahlen, sollte der Eingriff in den Algorithmus zu erhöhten Abspielraten führen. Detailinformationen dazu, wie viel Geld einbehalten werden soll, gibt es noch nicht. 

Die neue Funktion soll zu Beginn in den Radio- und Autoplay-Formaten von Spotify getestet werden. Das Unternehmen will testen, inwiefern das Feature die Möglichkeiten der User beeinflusst, neue Musik zu entdecken. 

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