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Mehr Transparenz

Apple Music veröffentlicht als erster Streaming-Dienst die Auszahlungen pro Stream

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 17.04.2021

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Apple Music veröffentlicht als erster Streaming-Dienst die Auszahlungen pro Stream

© Brett Jordan via Unsplash

Apple Music hat als erste Streaming-Plattform überhaupt seine Pro-Stream-Auszahlungen an Künstlerinnen und Künstler offengelegt. Mit dieser neuen Strategie der Transparenz schießt das Unternehmen in erster Linie gegen den Marktführer Spotify.

Laut einem Statement von Apple will das Unternehmen künftig mit einer Serie von Newslettern einen Einblick gewähren, wie Kreative auf Apple Music entlohnt werden. Das berichtet das Wall Street Journal

Ein Cent pro Stream

In dem ersten dieser Newsletter veröffentlicht das Unternehmen als erste Streaming-Plattform überhaupt die (durchschnittliche) Höhe der Auszahlungen an Labels bzw. Musikverlage: Diese liegt bei einem Cent pro Stream (0,01$).

Apple Music merkt jedoch an, dass die tatsächliche Auszahlungshöhe in Abhängigkeit von Abo-Typ und Land schwanken kann. Was wiederum im Endeffekt bei den Künstler/innen ankommt, hängt noch einmal davon ab, was die Verlage und Labels ihrerseits einbehalten

Apple Music erklärt weiter, dass die Auszahlungsrate an Independent-Labels sich nicht von den Auszahlungen an die Majors unterscheidet. Apple Music weiche damit von der gängigen Praxis ab, Indies niedriger zu entlohnen als Major-Labels und zahle allen die gleichen 52 Prozent der Abo-Einnahmen aus.  

Direkter Angriff

Mit dieser Veröffentlichung antwortet die Streaming-Plattform nicht nur auf die Forderungen nach mehr Transparenz, die in den vergangenen Jahren immer wieder von Seiten der Künstler/innen laut geworden sind.

Apple schießt auch direkt gegen den Konkurrenten und Streaming-Marktführer Spotify: Dessen Auszahlungen betragen laut Wall Street Journal gerade einmal ein Drittel oder die Hälfte eines Cents pro Stream – eine erst vor kurzem initiierte Transparenz-Kampagne von Spotify gibt darüber jedoch nach wie vor keine Auskunft, sondern bietet stattdesse ausschließlich eher allgemeine Einblicke.

Apple Music hebt darüber hinaus explizit hervor, keine Pay to Play-Angebote anzubieten: Das Team der Streaming-Plattform kuratiere über 30.000 Editorial-Playlists von Hand; die Musik werde dabei rein auf Grund ihrer Qualität ausgewählt. Eine mit niedrigeren Ausschüttung einhergehende Bevorzugung von Tracks finde nicht statt. 

Damit verweist Apple direkt auf ein umstrittenes neues Spotify-Feature, das genau diese Art der Einflussnahme ermöglicht. 

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