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FEAT: "Alarmierende Entwicklung"

Ticketzweitmarkt im Wandel: Viagogo übernimmt StubHub für 4,05 Milliarden Dollar

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 25.11.2019

viagogo stubhub feat ticketing

Ticketzweitmarkt im Wandel: Viagogo übernimmt StubHub für 4,05 Milliarden Dollar

© StubHub

Die umstrittene Ticketzweitmarktplattform Viagogo übernimmt das bisher von eBay betriebene Konkurrenz-Portal StubHub für 4,05 Milliarden Dollar. Die Initiative "FEAT", die sich gegen unfairen Wettbewerb von Ticketzweitmarkt-Plattformen engagiert, reagiert darauf mit Sorge.

Der Verkauf von StubHub durch eBay befand sich bereits seit längerem in Planung. eBay gab im Oktober 2019 bekannt, noch vor 2020 über die Zukunft der im Jahr 2000 gegründeten und 2007 für 310 Millionen Dollar übernommenen Plattform zum Verkauf von Event-Tickets zu entscheiden. 

Die Übernahme soll bis zum Ende des ersten Quartals 2020 abgeschlossen sein, abhängig von den üblichen Abschlussbedingungen wie etwa der kartellrechtlichen Freigabe. 

Expansion für die Fans?

Laut Einschätzung von Viagogo verbindet die Übernahme zwei Unternehmen, die die gleichen Prinzipien verbinden: Event-Besucherinnen und -Besuchern eine sichere Plattform zum Kauf und Verkauf von Tickets zu bieten. Der Kauf von StubHub für 4,05 Millionen Dollar vergrößere die Ticket-Auswahl und sorge für ein weitreichenderes Verkaufsnetzwerk.

Statement von FEAT

Katie O’Leary, Kopf der FEAT-Initiative, sieht dies jedoch völlig anders:

"Der Gedanke, dass Viagogo seinen Einfluss im Ticketzweitmarkt weiter ausbauen könnte, ist erschreckend. Viagogo behauptet zwar, durch die Übernahme von StubHub eine Win-Win-Situation für Fans zu schaffen. Doch eher ist anzunehmen, dass die weitere Konsolidierung des Ticketzweitmarkts zu eingeschränktem Wettbewerb führen und dadurch die Fans weiter negativ beeinflussen wird."

Viagogo stand im vergangenen Jahr immer wieder wegen seines Geschäftsmodells in der Kritik: Nicht nur die mangelnde Transparenz, auch die oft überhöhten Weiterverkaufspreise und die Tatsache, dass Bots und professionelle Zweitverkäufer einen Großteil des Angebots ausmachen, wurden moniert.

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