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Forderung nach Vergütung für Musikschaffende

US-Musikergewerkschaft AFM verklagt UMG und Warner wegen KI-Lizenzierungen

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 22.06.2026

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US-Musikergewerkschaft AFM verklagt UMG und Warner wegen KI-Lizenzierungen

© Maxwell Hunt

Die American Federation of Musicians (AFM) hat am 5. Juni 2026 Klage gegen Universal Music und Warner Music eingereicht. Hintergrund sind Lizenz- und Vergleichsdeals der Major-Labels mit den KI-Plattformen Suno und Udio, durch die laut AFM Aufnahmen von Studiomusikerinnen und Studiomusikern ohne zusätzliche Vergütung für das Training von KI-Systemen genutzt wurden. 

Anlass der Klage sind die Vereinbarungen von Universal und Warner mit den KI-Unternehmen Suno und Udio. Beide Plattformen hatten zuvor rechtliche Konflikte mit den Labels über die Nutzung von Musikkatalogen für das Training ihrer Modelle beigelegt.

Ende 2025 erzielte Universal Music eine Einigung mit Udio, Warner Music schloss sowohl mit Udio, als auch mit Suno Verträge ab. Der Streit zwischen Universal und Suno dauert hingegen an. Sony Music hält seine Klagen gegen Suno und Udio unverändert aufrecht.

Verstoßen Abkommen gegen Tarifverträge?

Die Gewerkschaft AFM vertritt circa 70.000 Musikschaffende aus den USA und Kanada, darunter auch viele kleinere Künstler:innen, die bei vielen Produktionen eher im Hintergrund agieren. 

Im Zentrum des Streits steht ein Tarifvertrag zwischen der AFM und den Musiklabels, der regelt, wie Aufnahmen genutzt und vergütet werden.

Die Gewerkschaft argumentiert, dass die Nutzung von Musikaufnahmen für das Training von KI-Systemen eine neue Verwendung darstellt, die nach diesem Vertrag zusätzlich bezahlt und transparent gemacht werden muss. Die Klageschrift kann hier nachgelesen werden.

Forderung nach Transparenz und Vergütung

Die AFM wirft den Labels vor, Einnahmen aus den KI-Deals nicht an die Musiker:innen weiterzugeben, deren Aufnahmen verwendet wurden. Während die Unternehmen neue Erlöse erzielen, blieben die Studiomusikerinnen und Studiomusiker unberücksichtigt.

Kritisiert wird außerdem, dass keine ausreichenden Informationen darüber vorliegen, welche konkreten Aufnahmen in die KI-Trainingsdaten eingeflossen sind. Die Gewerkschaft fordert daher neben möglichen Schadensersatzzahlungen auch umfassende Transparenz.

Zudem will die AFM erreichen, dass die Labels verpflichtet werden, offenzulegen, welche Aufnahmen konkret für das KI-Training genutzt wurden. Zudem sieht sie im Vorgehen der Major Labels einen möglichen Verstoß gegen den Tarifvertrag. In der Klage heißt es:

"Während die Beklagten ihre eigenen Interessen schützen und sich durch rückwirkende Vergleiche und zukünftige Lizenzen eine bedeutende neue Einnahmequelle erschlossen, haben sie sich geweigert, die Musiker:innen zu entschädigen, deren Werke – die sie mit ihren eigenen Instrumenten und durch ihr Talent, ihre Kreativität und ihre harte Arbeit geschaffen haben – von KI-Unternehmen kommerziell verwertet werden (... is fed into AI machines for profit)".

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