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Gebot der Fairness

Viagogo muss Anteile an StubHub außerhalb Nordamerikas verkaufen

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 03.02.2021

viagogo stubhub ticketing

Viagogo muss Anteile an StubHub außerhalb Nordamerikas verkaufen

© StubHub

Die britische Wettbewerbsaufsicht hat entschieden, dass die Ticketzweitmarkt-Plattform Viagogo alle Anteile an der jüngst erworbenen Konkurrenzplattform StubHub verkaufen muss; lediglich in Nordamerika darf der Betrieb fortgeführt werden. So soll Fairness im Ticketzweitmarkt gewährleistet werden.

Die Online-Ticketbörse Viagogo muss nach Beschluss der britischen Wettbewerbsbehörde (Competition and Markets Authority, CMA) vom 2. Februar 2021 ihre gesamten Anteile an StubHub außerhalb Nordamerikas abtreten. Gut ein Jahr vorher, im Februar 2020, hatte Viagogo das Konkurrenzunternehmen für rund 4,05 Milliarden US-Dollar von Ebay übernommen.  

Die CMA hatte ihre Ermittlungen aufgenommen, nachdem Kund/innen, Wettbewerber/innen und Verbrauchergruppen auf eine mögliche Marktverzerrung durch die Übernahme hingewiesen hatten.

Wettbewerb fair halten

Die CMA führt als Grund für den Beschluss an, dass die Übernahme zu einer erheblichen Einschränkung des britischen Wettbewerbs führen könnte und Verbraucher/innen dadurch womöglich unter höheren Preisen und einer schlechteren Servicequalität leiden müssten.

Stuart McIntosh, Vorsitzender der CMA-Untersuchungsgruppe, gibt an, dass Viagogo durch den Zusammenschluss mit StubHub einen Anteil von mehr als 90 % am Ticketzweitmarkt halte und dadurch einiges an Spielraum und Kontrolle ermöglicht werde. 

Nach der Entscheidung der CMA kann nun das internationale Geschäft von StubHub – beispielsweise in Gebieten wie Großbritannien, Europa, Südamerika und Asien – nur noch von einem Unternehmen übernommen werden, das unabhängig von Viagogo agiert. Die CMA will die Bedingungen des Verkaufs festlegen und den Prozess überwachen. 

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