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Crowdfunding gestartet

"Zähl Dazu": Studie will aktuellen Stand der Veranstaltungsbranche erfassen

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 04.03.2021

coronakrise

"Zähl Dazu": Studie will aktuellen Stand der Veranstaltungsbranche erfassen

© IGVW / Zähl Dazu

Ab April soll die Studie "Zähl Dazu" starten. Die Initiatoren wollen damit die Situation des Veranstaltungssektors anhand konkreter Zahlen offenlegen. Zur Voraussetzung machen sie jedoch eine Crowdfundingkampagne, die noch bis Ende März läuft.

Die zahlreichen Hilfsprogramme des Bundes und der Länder, die Betroffene der Veranstaltungsbranche vor den existenzbedrohlichen Folgen der Corona-Krise schützen sollen, reichen noch lange nicht aus.

Um das zu ändern und Hilfen passgenauer zu gestalten, will die Interessengemeinschaft Veranstaltungswirtschaft e.V. (IGVW) ab 13. April 2021 die Studie Zähl Dazu durchführen. Die Betreuung der Studie wird von der TU Chemnitz übernommen, die bereits zuvor Studien im Bereich der Veranstaltungswirtschaft durchgeführt hat. Ungewöhnlich ist, dass die Akquise der notwendigen Drittmittel diesmal über eine Crowdfunding-Kampagne via Startnext erfolgt, also offenbar weder aus den Verbandsstrukturen generiert noch dem universitären Forschungsetat entnommen wird.

Als minimaler Spendenbetrag sollen 25.000 Euro zusammenkommen. Um die komplette Studie wie geplant durchführen zu können, werden insgesamt 55.000 Euro benötigt. Der Finanzierungszeitraum hat bereits begonnen und endet am 31. März 2021. Derzeit liegt das Ziel mit Spenden in Höhe von knapp 12.000 Euro (Stand: 4. März 2021) noch in weiter Ferne.

Das Ziel der geplanten Studie

Die aktuelle Situation der Veranstaltungsbranche – einschließlich aller Märkte, Wirkungskreise und Beschäftigen – soll erfasst und die Ergebnisse anschließend in Verhandlungen mit der Politik eingebracht werden. Förderprogramme könnten, so die Hoffnung, auf Basis der gewonnenen Daten in Zukunft besser an den Bedarf der Branche angepasst werden. Außerdem soll der direkte Vergleich zwischen dem Veranstaltungsbereich und anderen wirtschaftlichen Zweigen sowie der internationalen Konkurrenz gezogen werden.

Reicht die Motivation?

In Branchenkreisen steht bezüglich der Studie "Zähl dazu" besonders die Frage im Raum, wie – bzw. ob – genügend Akteure zur Offenlegung der eigenen (wirtschaftlichen) Verhältnisse motiviert werden können, sodass eine valide Datengrundlage geschaffen werden kann, die den selbst sehr hoch gesetzten Ansprüchen genügen kann. Und wird die Branche überhaupt dazu bereit sein, eine Erhebung solcher Daten selbst zu finanzieren? Wird die Eigenbeteiligung über das Crowdfunding dazu ausreichend motivieren?

"Zähl dazu" startet vor dem Hintergrund bestehender Studien, darunter einige zu den Auswirkungen der Coronakrise auf die Branche (im deutschen und europäischen Kontext) sowie andere zur gesamtwirtschaftlichen Bedeutung der Musikwirtschaft bzw. der Veranstaltungswirtschaft. Jüngst hat noch die Initiative Musik zu einer Clubstudie aufgerufen, auf deren Basis u.a. Förderbedarfe für Spielstätten ermittelt und angepasst werden sollen. 

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