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"Songwriters Forward"

Auch Sony Music Publishing ignoriert künftig ungetilgte Vorschüsse bei der Bezahlung seiner Artists

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 22.07.2021

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Auch Sony Music Publishing ignoriert künftig ungetilgte Vorschüsse bei der Bezahlung seiner Artists

Sony Headquarters. © mk7, CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), via Wikimedia Commons

Der Musikverlag Sony Music Publishing (SMP) kündigt an, künftig die Ausschüttungen an die Songwriterinnen und Songwriter nicht mehr mit eventuellen ungetilgten Vorschüssen zu verrechnen. Die Initiative umfasst alle Verträge, die vor dem Jahr 2000 abgeschlossen wurden.

Das von Sony Platt, CEO Sony Music Publishing, angekündigte Vorgehen ist Teil der neuen Initiative "Songwriters Forward". SMP besitzt und verwaltet bis zum Jahresabschluss im März 2021 nach eigenen Angaben über 5 Millionen Copyrights. 

Label und Verlag

Sonys Musikverlag orientiert sich dabei eng an dem Vorgehen des angeschlossenen Labels Sony Music Group: Dieses kündigte vor wenigen Wochen ebenfalls an, nicht getilgte Vorschüsse (sogenannte "unrecouped balances") bei den künftigen Auszahlungen an Künstler/innen nicht mehr zu beachten. 

 Hier findet ihr alle Details zum Thema "unrecouped balances"

Das bedeutet auch, dass Sony Music Publishing sich mit seinem Vorgehen an sogenannte "Legacy Artists" – Artists, die ihren Vertrag vor dem Jahr 2000 abgeschlossen haben – und gibt an, die möglichweise durch den bisherigen Vertrag blockierten Tantiemen rückwirkend bis zum 1. Januar 2021 auszahlen zu wollen. 

Bewegung bei anderen Labels

In dem Brief von CEO Jon Platt heißt es, dass die Gründung der Initiative "Songwriters Forward" eine transparentere und gerechtere Musikindustrie für die Künstler/innen zum Ziel hat.  Sony ist bisher das einzige Major-Label, das sich den Forderungen nach einem transparenteren und künstlerfreundlicheren Vorgehen seitens der (Major-)Labels beugt.

Ob andere Labels wie die beiden anderen "Big Three"-Majors, Universal Music Group und Warner Music Group, nachziehen werden, bleibt abzuwarten.

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