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Für die Nachtkultur

München soll "Fachstelle nächtliches Feiern" und "Nachtbeauftragten" erhalten

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 01.05.2019

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München soll "Fachstelle nächtliches Feiern" und "Nachtbeauftragten" erhalten

Der Gärtnerplatz in München - ein beliebter Spot zum Ausgehen und Feiern. © Patrick Gruban - Gärtnerplatz (https://flic.kr/p/2oZGY) / Lizenz: CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/)

Die Stadt München plant eine "Fachtstelle nächtliches Feiern", deren Vorsitz eine "Nachtbeauftragte" bzw. ein "Nachtbeauftragter" übernehmen soll.

Dem bzw. der Nachtbeauftragten würden ganz ähnliche Aufgaben zufallen wie dem u.a. aus London und Amsterdam, aber auch Mannheim bekannten Nachtbürgermeister – die Verständigung zwischen Club- und Barbetreiberinnen und -betreibern, Anwohnern und der Verwaltung.

Gemeinwohl und Wirtschaft

Mit der geplanten neuen Behördeneinheit reagiert die Stadt München auf den zunehmenden Druck auf die hiesigen öffentlichen Plätze und Grünanlagen: Münchens Bürgerinnen und Bürger verlagern das Feiern zunehmend nach draußen, wodurch die Lärm- und Müllproduktion sowie auch Konflikte mit Anwohnerinnen und Anwohnern begünstigt werden.  

Das Münchener Sozialreferat wurde 2017 vom Stadtrat beauftragt, eine möglichst diplomatische Lösung für die schwelenden Konflikte zu finden. Insbesondere stehen dabei auch wirtschaftliche Interessen im Vordergrund: Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, ist das Nachtleben ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in München. 

Es bleibt spannend

Das Sozialreferat gab der Idee einer Fachstelle, die zwischen Politik, Club- und Barbetreibern, Anwohnern und Verwaltung vermittelt, gegenüber einem alleine aufgestellten "Night Mayor" den Vorzug. Die Clubbetreiber zeigen sich zufrieden mit der Idee: Bisher, so der Tenor, gäbe es in München keine Lobby für das Nachtleben. Eine Nachtbeauftragte bw. ein Nachtbeauftragter könnten dies ändern. 

Über die genauen Details der Stelle ist noch nichts bekannt. Geplant ist, sie an die Stabstelle "Allparteiliches Konfliktmanagement in München" anzuschließen, da hier bereits ein Netzwerk mit Akteuren der Nachtkultur vorhanden ist. 

Der Münchener Stadtrat soll noch vor seiner Sommerpause über die Einrichtung der neuen Fachstelle entscheiden. 

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