Zu viel Transparenz?
Spotify droht mit rechtlichen Schritten – Tantiemen-Kalkulator "Unwrapped" wird gelöscht
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© Pew Nguyen
Spotify Wrapped, der jährliche Rückblick der Streaming-Plattform, bietet Nutzer*innen einen Überblick über ihr Hörverhalten des vergangenen Jahres und wird von vielen als ein Highlight am Jahresende angesehen.
Nutzer*innen können nicht nur sehen, welche Songs, sondern auch welche Künstler*innen oder Genres ihr Jahr dominiert haben. Was Spotify Wrapped allerdings nicht zeigt, ist, was von all den Streams bei den jeweiligen Artists hängen bleibt.
Der etwas andere Jahresrückblick
Wer daran interessiert war, konnte auf "Unwrapped" zurückgreifen – einen Rechner, der zeigen sollte, wie viel (beziehungsweise wenig) Kompensation Künstler*innen ungefähr für das Streamen ihrer Songs erhielten.
Da der Rechner das Auszahlungsmodell Spotifys nicht in seiner gesamten Komplexität nachempfinden konnte, bot der errechnete Wert nur eine grobe Orientierung. Dennoch wurde der Rechner mittlerweile von der Webseite entfernt. An seiner Stelle ist nun lediglich noch die Formel zu finden, die der Rechner verwendete. Grund dafür soll laut Digital Music News eine rechtliche Drohung seitens der Streaming-Plattform gewesen sein. Eine genaue Begründung nennt Spotify nicht.
Der Streaming-Anbieter steht allerdings schon länger bezüglich der unzureichenden Vergütung von Künstler*innen in Kritik. Durch "Unwrapped" wurde vor allem deutlich, dass die Vergütung von Artists auf Spotify im Vergleich zu den hohen Gehältern der Führungsetage deutlich geringer ausfällt.
Während Künstler*innen pro Stream gerade einmal geschätzt 0,003 US-Dollar von Spotify erhalten, hat das Unternehmen selbst in diesem Jahr beträchtliche Gewinne erzielt, mit einem Aktienwert von fast 500 US-Dollar pro Anteil.
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