Ein Schritt in die richtige Richtung?
Streaming 2.0: Universal Music und Spotify schließen neuen Deal
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© Ivan Samkov via Pexels
Laut Spotify und UMG zielt der Deal darauf ab, Künstler*innen eine faire Entlohnung für ihre Arbeit zu gewährleisten, während Konsument*innen von einem verbesserten Angebot profitieren sollen.
Das soll sich ändern
Der Deal umfasst neue Abonnementstufen, ein erweitertes Angebot an Audio- und Video-Inhalten und die Kombination von Musik mit anderen Inhalten.
Außerdem ist eine direkte Lizenzvereinbarung zwischen UMPG (Universal Music Publishing Group) und Spotify geplant, von der Universal-Künstler*innen selbst profitieren sollen. Denkbar wären beispielsweise bessere Bedingungen oder gerechtere Bezahlung, da die Musik auf Spotify direkt und ohne Zwischenhändler lizenziert werden kann.
Schluss mit dem Bundling-Rabatt?
Obwohl die Unternehmen dies in ihrer Mitteilung nicht offiziell bestätigt haben, wird spekuliert, dass die Veränderungen auch die Bundle-Strategie betreffen, nach der Spotify in den USA weniger Tantiemen an Musiker*innen und Labels auszahlt, weil es sein Premium-Abo als Bundle aus Musik und Audiobüchern definiert.
Der Streamingdienst steht ohnehin immer wieder wegen zu geringer Vergütung für Künstler*innen in der Kritik. Auch die Bundling-Strategie sorgte bei Labels und dem US-amerikanischen Musikverlegerverband National Music Publishers Association (NMPA) für Kritik.
Wie genau sich der neue Deal auf die Tantiemen-Zahlungen auswirkt ist noch unklar, allerdings könnten UMPG und die Künstler*innen des Labels einen höheren Anteil erhalten.
Bisher ist UMG das einzige Label mit einem solchen Deal, allerdings ist es nicht unwahrscheinlich, dass andere Labels nachziehen und ähnliche Forderungen stellen werden.
Künstler*innen im Vordergrund
Lucian Grainge, CEO von UMG, zeigt sich über die Vereinbarung zufrieden und erklärt, sie sei genau das, was sich das Label im Rahmen der Streaming 2.0-Ära vorgestellt hatte:
"Als wir vor einigen Monaten unsere Vision für die nächste Stufe in der Entwicklung von Musikabonnements vorstellten – Streaming 2.0 – ist dies genau die Art von Partnerschaft, die wir uns vorgestellt haben. Diese Vereinbarung fördert und erweitert die Zusammenarbeit mit Spotify sowohl für unsere Labels als auch für die Musikverlage, indem sie künstlerzentrierte Prinzipien vorantreibt, um eine bessere Monetarisierung für Künstler und Songwriter zu erreichen und das Produktangebot für die Konsumenten zu verbessern."
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