×

Anhaltende Unzufriedenheit

Unter 1000 Streams kein Geld: Debatte um Spotify-Regelung geht weiter

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 25.04.2025

spotify streaming musikbusiness musikereinkommen

Unter 1000 Streams kein Geld: Debatte um Spotify-Regelung geht weiter

© Cottonbro Studio

Seit einem Jahr werden nur noch Songs von Spotify vergütet, die jährlich mindestens 1.000 Streams erhalten und weitere Bedingungen erfüllen. Disc Makers CEO Tony van Veen kritisiert die Vorgehensweise des Streaming-Giganten in einem Video heftig und wirft Spotify vor, "unabhängige Künstler zu bestehlen".

Es ist unbestritten, dass die von Spotify festgelegte Mindestzahl von jährlich 1000 Streams sich vor allem auf kleinere Künstler, Nachwuchsmusiker und Indie-Labels negativ auswirkt aus.

Gewaltiges Ausmaß

Ein Großteil der auf der Plattform angebotenen Songs erhält durch die neue Regelung überhaupt keine Tantiemen mehr.

Tony van Veen, CEO des US-Tonträger-Herstellers Disc Makers, schätzt nach eigenen Berechnungen, dass sich die Höhe der dadurch anderweitig verteilten Tantiemen auf 47 Millionen US-Dollar beläuft. Das geht aus einem Bericht von Digital Music News hervor.

Argumentation der Plattform

Der Streamingdienst verteidigt sich mit der Aussage, dass nur solche Titel betroffen seien, die keine große Fangemeinde hinter sich haben und wegen zu geringer Streams ohnehin keine Tantiemen erhielten. 

Van Veen kritisiert dieses Argument heftig und wirft Spotify eine "unfaire" Geschäftspraxis vor. Statt kleineren Künstlern erhielten nun die "Großen" nur noch mehr Geld, die besagten 47 Millionen Dollar werden nämlich unter ihnen aufgeteilt. 

Auch Cents haben Bedeutung

Außerdem beschuldigt er den Anbieter, Tatsachen zu beschönigen, um die neue Regelung zu rechtfertigen. Das Ausmaß der Umverteilung von unten nach oben sei gewaltig: Immerhin seien davon 175 Millionen Songs betroffen.

Wie wichtig selbst kleine Centbeträge für Musiker sind, weiß Van Veen aus beruflicher Erfahrung selbst. Denn die anfangs minimalen Auszahlungen häufen sich mit der Zeit und können so mehrere hundert Dollar ausmachen, bis sie eine Höhe erreichen, bei der sich eine Auszahlung lohnt.

Ähnliche Themen

Indie-Organisation IMPALA fordert neue Regeln für Streaming-Markt 

Für mehr Transparenz im Streaming

Indie-Organisation IMPALA fordert neue Regeln für Streaming-Markt 

veröffentlicht am 07.07.2026   2

Vom Digitalvertrieb bis zum Livegeschäft: So wirken sich Metadaten auf eure Einnahmen aus

So optimiert ihr eure Einkünfte

Vom Digitalvertrieb bis zum Livegeschäft: So wirken sich Metadaten auf eure Einnahmen aus

veröffentlicht am 16.04.2026

Kulturstaatsminister Weimer fordert gerechte Streaming-Entlohnung für Musikschaffende

Die schwierige Suche nach Lösungen

Kulturstaatsminister Weimer fordert gerechte Streaming-Entlohnung für Musikschaffende

veröffentlicht am 19.12.2025   2

Studie: Spotify-1.000-Stream-Regel belastet Künstler und Labels deutlich

Einblicke aus Südosteuropa

Studie: Spotify-1.000-Stream-Regel belastet Künstler und Labels deutlich

veröffentlicht am 18.12.2025   1

Newsletter

Abonniere den Backstage PRO-Newsletter und bleibe zu diesem und anderen Themen auf dem Laufenden!