Anhaltende Unzufriedenheit
Unter 1000 Streams kein Geld: Debatte um Spotify-Regelung geht weiter
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© Cottonbro Studio
Es ist unbestritten, dass die von Spotify festgelegte Mindestzahl von jährlich 1000 Streams sich vor allem auf kleinere Künstler, Nachwuchsmusiker und Indie-Labels negativ auswirkt aus.
Gewaltiges Ausmaß
Ein Großteil der auf der Plattform angebotenen Songs erhält durch die neue Regelung überhaupt keine Tantiemen mehr.
Tony van Veen, CEO des US-Tonträger-Herstellers Disc Makers, schätzt nach eigenen Berechnungen, dass sich die Höhe der dadurch anderweitig verteilten Tantiemen auf 47 Millionen US-Dollar beläuft. Das geht aus einem Bericht von Digital Music News hervor.
Argumentation der Plattform
Der Streamingdienst verteidigt sich mit der Aussage, dass nur solche Titel betroffen seien, die keine große Fangemeinde hinter sich haben und wegen zu geringer Streams ohnehin keine Tantiemen erhielten.
Van Veen kritisiert dieses Argument heftig und wirft Spotify eine "unfaire" Geschäftspraxis vor. Statt kleineren Künstlern erhielten nun die "Großen" nur noch mehr Geld, die besagten 47 Millionen Dollar werden nämlich unter ihnen aufgeteilt.
Auch Cents haben Bedeutung
Außerdem beschuldigt er den Anbieter, Tatsachen zu beschönigen, um die neue Regelung zu rechtfertigen. Das Ausmaß der Umverteilung von unten nach oben sei gewaltig: Immerhin seien davon 175 Millionen Songs betroffen.
Wie wichtig selbst kleine Centbeträge für Musiker sind, weiß Van Veen aus beruflicher Erfahrung selbst. Denn die anfangs minimalen Auszahlungen häufen sich mit der Zeit und können so mehrere hundert Dollar ausmachen, bis sie eine Höhe erreichen, bei der sich eine Auszahlung lohnt.
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