Mehr Einheit, weniger Bürokratie
Der VUT stellt Forderungen für die Bundestagswahl 2025
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Dr. Birte Wiemann, Vorsitzende des VUT (2024). © Stefan Wieland
Der Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen (VUT) setzt sich für faire Wettbewerbsbedingungen und Marktzugang für unabhängige Musikunternehmer und Unternehmerinnen ein.
In seinen Forderungen für die kommende Legislaturperiode betont er besonders die Einhaltung von EU-Richtlinien und Entbürokratisierung in verschiedenen Bereichen.
Mehr Anerkennung
Eine zentrale Forderung lautet, dass die nächste Regierung sicherstellen soll, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft stärkere gesellschaftliche Anerkennung erhält, da es sich immerhin um den drittgrößten Wirtschatfszweig des Landes handelt.
Der Ansprechpartner für die Kreativbranche soll nicht nur in der Regierung verstetigt, sondern auch stärker in den Austausch mit anderen Ministerien integriert werden.
Harmonische Urheberrechts-Richtlinien
Besonders das Urheberrecht ist für Künstler*innen wichtig. Gesetze müssen für Rechteinhaber*innen durchsetzbar sein.
Deutsche Sonderwege in der Auslegung europäischer Richtlinien sollen reduziert werden, um europaweit eine harmonische Rechtsgrundlage zu schaffen.
Umgang mit KI
Rechteinhaber*innen müssen laut VUT die Möglichkeit haben, über die Verwendung ihrer Inhalte selbst zu entscheiden und diese Entscheidung international wirksam zu machen.
Diese Forderung entspricht zahlreichen ähnlichen Forderungen, die von Verwertungsgesellschaften, Kreativverbänden u.a. erhoben werden.
Streaming-Regulierungen
Regulierungen im Musikstreaming müssen die komplexen Strukturen der Branche berücksichtigen. Dabei ist ein Verständnis der Branche und die Einbeziehung aller relevanten Akteur*innen wichtig.
Brancheninterne Lösungen, wie die Verhandlungen zwischen PRO Musik und dem VUT über angemessene Vergütungen im Musikstreaming, sollten priorisiert und unterstützt werden.
Einheitliche Regeln und Entbürokratisierung beim Steuerabzug
Der deutsche Sonderweg beim Steuerabzug (§50a EStG) belastet Unternehmen. Die Bundesregierung soll nicht nur eine einheitliche Lösung auf EU-Ebene anstreben, sondern auch dafür sorgen, dass Unternehmen und Behörden entlastet werden.
Dies könnte durch weniger Anträge und einen einfacheren, schnelleren Bearbeitungsprozess erreicht werden. Dafür müssen die Verfahren deutlich weniger bürokratisch gestaltet werden, so der VUT.
Erhaltung des Kulturpasses
Der Kulturpass soll jungen Menschen den Zugang zu Kultur ermöglichen und die Kreativwirtschaft stärken. Der VUT fordert eine langfristige Fortsetzung und unkomplizierte Gestaltung des Projekts, dessen Fortführung unter einer neuen Regierung nicht gesichert ist.
Stabilisierung der Künstlersozialkasse
Zur Stabilisierung der Künstlersozialkasse soll die Bundesregierung einen festen Abgabesatz von 5% sowie einen Bundeszuschuss von 25% anstreben.
Eine ähnliche Forderung hatte vorher bereits der BDKV erhoben.
Sicherung von Förderungen
Programme wie das Mentoringprogramm MEWEM zur Förderung weiblicher, trans und non-binärer Talente und die Künstler*innenförderung der Initiative Musik sollen langfristig finanziell gesichert werden.
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